RED DRAGON CARTEL - Patina

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VÖ: 09.11.2018
Bandinfo: RED DRAGON CARTEL
Genre: Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

“Jake E. Lee is back!  YEAH!“ - Ich kann nur wiederholen, was schon viele andere sagen, schreiben und sich viele Fans beim Durchhören denken werden.

Nachdem er 2014 nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben hat, bringt Jake nun mit Anthony Esposito (Ex-LYNCH MOB), Phil Varone (SKID ROW) und Darren Smith am Mikro (HAREM SCAREM) ein hammerstarkes Album raus.

„Patina“ orientiert sich am Sound der 80er und bringt das, wofür Jake bekannt ist. Wir hören Anlehnungen an OZZY OSBOURNE und an seine Gitarrenarbeit bei BADLANDS. Der erdige, raue, bluesige, unverwechselbare Rockstil seiner Gitarre erzeugt Gänsehaut. Die gesamte Produktion ist eins A. Und es sind nicht nur Jakes Gitarrensoli und Riffs sowie sein besonderes Shredding, das überzeugen, sondern auch der Rhythmus und das Songwriting, das die Jungs insgesamt in dieses Werk packen und Darren am Mikro darf man auch nicht vergessen.

Ein perfektes Beispiel und für mich der beste Song auf dem Album ist das auch als Video veröffentlichte „Havana“. Jake, ständig mit Zigarette im Mund und seiner eigenwilligen Haartracht, nimmt einen mit auf eine Reise in die 80er und zu den Klassikern der damaligen Zeit. Natürlich lugt da auch ein 70er Rock raus und eine Prise Psychedelic, aber grad die Kombination aus Bewährtem und neuer Härte macht die Songs so interessant und frisch und abwechslungsreich. Dirty und sleazy wie man es schon lange nicht mehr gehört hat.

Neben „Havana“ gibt es auch noch andere knackige Hardrock Songs mit geilen Riffs und lässigen Rockvocals, so zum Beispiel den Opener „Speedbag“, „Bitter“ und den „Punchclown“, wobei die Betonung beim Punch liegt und nicht beim Clown, ich würde sogar sagen, hier kommt eine punkige Attitüde zum Vorschein, gepaart mit einem Ziggy Stardust Feeling.

Nicht ganz hart, dafür an THIN LIZZY und ähnliche Bands mit Stil 70er Blues-Folk-Psychedelic Rock erinnernd, ist „The Luxury Of Breathing“. Hier sind auch bearbeitete Vocals zu hören. Ähnlich das basslastige und mit schrägen Soli versehene „Chasing Ghosts“ und „My Beautiful Mess“.

Mehrere Songs sind langsamer und im Midtempo oder darunter angesiedelt, diese klingen mit dem düster wummernden Bass und den Stakkato-Riffs sowie den orientalisch anmutenden Gitarrenklängen nach Ozzy und die damalige Zeit. Beispiele sind „Crooked Man“ oder das fast schon balladenhaft langsame und leicht düstere „A Painted Heart“, wo Jake unter anderem zur Akustischen greift und wo der Chor sehr einfühlsam ist.

Blues, Percussion, Bass – fast schon jazzig der Beginn der letzten Nummer „Ink & Water“. Dann entwickelt sich der Song aber wieder zu einer funky Rocknummer mit lässigen Gitarrenparts und coolen Vocals. Ein sehr guter Abgang, so hat man die Band in bester Erinnerung.  

Mein Ergebnis: „Patina“ ist bluesig mit viel 70er/80er Einschlag und britischen Rock-Einflüssen, dazu die starke Gitarre von Jake E. Lee in Kombination mit Bekanntem und modernem Biss – eine Mischung, derer man sich nicht entziehen kann.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (20.11.2018)

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