ALUNAH - Amber and Gold

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VÖ: 16.11.2018
Bandinfo: ALUNAH
Genre: Doom Metal
Label: Svart Records
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Lineup  |  Trackliste

ALUNAH hat mehr als eine Dekade im Musikbusiness hinter sich und kaum ist ein Jahr nach dem letzten Album vergangen, präsentiert die Band einen Vorgeschmack zur noch nicht veröffentlichten Platte. Die Doom-Fans können sich mit der zirka 17-minütigen Single einstweilen vergnügen. Um herauszufinden, ob die Vorkost zu etwas taugt, habe ich mir eine Portion von dem zähen Doombrocken gegönnt.

Die Produktionsmaschine ALUNAH scheint noch einige neue Tricks auf Lager zu haben. Es ist nur fraglich, ob diese neuen Tricks eine positive Resonanz bekommen. Die vier Engländer haben sich endgültig von einem aggressiven Sound verabschiedet. Der bösartige Bluesklang von David Days Gitarre verschwindet in den fröhlichen Harmonien. Meistens jammert sie kurz mal lange Melodien, die im trägen Tempo herumschlurfen. Am markantesten spiegelt das Schlusslicht der Single „Wicked Game“ diesen mühseligen Stil wider.
Das psychedelische Element ist in „Amber & Gold“ noch präsent. Die Musik schwebt in der Atmosphäre und sie lässt deiner Fantasie freien Lauf. ALUNAH versuchen mithilfe ihrer Musik die Fans den emotionalen Schmerz spüren zu lassen. Siân Greenaways sanfter Gesang bahnt sich den Weg durch das Instrumentarium und schmückt sich mit verschiedenen Effekten. Einerseits mit konstantem Hall auf der Stimme, andererseits an bestimmten Stellen mit einem mehrstimmigen Chor. Die vier Bandmitglieder harmonieren miteinander sehr gut, deswegen versetzt dich ihre Musik in Trance, aber sie bewegt dich leider nicht.
 
Zusammenfassend fehlt es den Liedern an Dramatik, die sich drastisch zuspitzt. ALUNAH halten durchgehend eine Melancholie aufrecht, ohne besondere Ausschweifungen. Kein Wendepunkt, an dem die Musik heavy oder disharmonischer wird. Der Psychedelic Rock ist des Dooms überdrüssig geworden. Jetzt sind es Schlummerlieder, die dich zu einer fantastischen Reise einladen, aber auf der Hälfte des Weges dich einschläfern. Aufs Album darf man dennoch gespannt sein, es könnte einige Überraschungen bereithalten. 


Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (12.11.2018)

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