SUIDAKRA - Cimbric Yarns

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VÖ: 16.11.2018
Bandinfo: SUIDAKRA
Genre: Celtic Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

SUIDAKRA veröffentlichen in wenigen Tagen ihr 13. Album – ja, wirklich, bereits das 13.!
Die Zeit vergeht... Spätestens seit „Realms Of Odoric“ (2016) sind SUIDAKRA einer breiteren Hörerschaft ein Begriff und standen stets für schnörkellosen, recht wilden Celtic Folk mit ausgeprägten Death Metal-Anleihen. Ich sag es gleich zu Beginn: „Cimbric Yarns“ wird eine Überraschung in mehrerlei Hinsicht.

„Echtra“ eröffnet schon äußerst melodisch, man fühlt sich sofort in eine andere Welt versetzt – die Zocker unter uns hören vielleicht schon den nächsten Soundtrack für ein episches Game ihrer Wahl, die weniger Spielaffinen würden eventuell eher an einen Film-Opener oder die Begleitmusik zu einem Abend am Lagerfeuer denken.

„Serpentine Origins“ offenbart dann eine der angesprochenen Überraschungen – ausnahmslos Klargesang. Und die Kombination aus weiblicher und männlicher Singstimme und dieser tragenden Melodie… großartig.

„Ode To Arma“ lädt zum Träumen ein, ohne dabei kitschig zu werden – wer hätte gedacht, dass SUIDAKRA so ruhig so gut funktionieren. Also wer noch Songs wie „The Hunters Horde“ im Kopf hat, wird da jetzt erst mal ein paar Gänge runterschalten müssen... aber es lohnt sich, wirklich!

„A Day And Forever“ würde mir tatsächlich als Instrumental besser gefallen – die Lyrics sind gut gemeint, die Gedanken auch nicht schlecht und mir mehr als vertraut... aber die Umsetzung gefällt mir nicht.

„Black Dawn“ beschreibt für mich das Cover des Albums am besten – welches eine eigene Erwähnung verdient. Wunderschön einfach! Der Song passt auch exakt so wie er ist, die Vocals fehlen da nicht.

„At Nine Light Night“ wird dafür durch die Vocals unglaublich aufgewertet – das Lied könnte man genau so nehmen und in Filme wie beispielsweise die „Hobbit“-Trilogie einspielen. Von einigen Zwergen gesungen würde es vermutlich nicht viel anders klingen.

„Snakehenge“ schlägt in die gleiche Kerbe, wird aber trotzdem nicht langweilig, möglicherweise wirkt meine Überraschung ob der Wandlung von SUIDAKRA meinem Enthusiasmus zuträglich, jedenfalls kann ich mich bisher nicht beklagen.

„Birth And Despair“ und „Assault On Urlár” vertiefen die zuvor aufgebaute Stimmung, für ein Konzert sind die Songs allesamt nix, außer vielleicht in einem explizit darauf ausgelegten Setting. Dafür umso mehr für entspannte Abende im Herbst, vor dem Kamin oder auf der Couch unter einer warmen Decke.

„Caoine Cruác“ beendet das Album irgendwie schwungvoller, als die Tracks zuvor waren... „The day has come to face the dark“ – ja gerne SUIDAKRA, mit eurer Musik im Ohr ist das absolut kein Problem.


Fazit: völlig anders, wenn mir jemand ohne Kommentar einen Song von „Cimbric Yarns“ vorgespielt hätte, hätte ich SUIDAKRA nicht erkannt. Durchaus hörenswert, allerdings nicht wenn man gerade in Partylaune ist. Wer sich für BLIND GUARDIAN begeistern kann, ist hier auch gut bedient...

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lee (10.11.2018)

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