MASK OF PROSPERO - The Observatory

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VÖ: 16.04.2018
Bandinfo: MASK OF PROSPERO
Genre: Progressive Metal
Label: SYMMETRIC Records
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Lineup  |  Trackliste

Heute liegt griechische Kost auf meinem Teller. Mediterrane Küche ist ja mein Ding, im Normalfall sehr bunt gemischt und sehr geschmackvoll, also sehen wir mal, ob das auch auf MASK OF PROSPERO zutrifft. Auf jeden Fall schielt das Debütalbum der Griechen, „The Observatory“, schon aus der progressiven Ecke zu mir herüber, was neugierig macht.

„Dust In The Sky“ startet sehr atmosphärisch und künstlerisch, überzeugt mit starkem Gesang und baut gekonnt Spannung auf. Daraufhin werden die Gitarren in „Drown In Gray“ deutlich härter und „Frozen In Time“ führt den künstlerischen Gesang dann mit ziemlich derbem Riffing, Shouting-Einlagen und einer Klavier-Bridge zusammen. Mit vielen Tempowechseln ist hier vielleicht schon zu viel in den Song verpackt worden, auf längere Spielzeit ausgedehnt würde die Mischung vielleicht besser funktionieren. Auch in „Portrait“, das vermehrt auf Metalcore-lastiges Riffing und Shouting setzt, ist das zu bemerken. Die Einbindung elektronischer Elemente ist hier aber gelungen. Einen leichten Hang zum Djent kann man in „The Way Back Home“ finden und auch „Ignorance“ spielt mit offensichtlichen Core-Einflüssen, was zwar wieder eine sehr gute Mischung ergibt, doch insgesamt zu sehr zusammengestaucht wirkt. Die Stücke fühlen sich generell sehr kurz an und dürften gerne länger sein, auch wenn hier kompositorisches Geschick durchschimmert. Die vielfältigen Einflüsse von Progressive, Metalcore, Djent und sogar einem Anklang von rabiatem Deathcore gefallen, aber der Ideenreichtum macht die Stücke für ihre Spielzeit einfach zu überladen. Trotz extremer Vielseitigkeit und überzeugendem Können schafft es der Sänger zudem an einigen Stellen nicht ganz, das zu singen was er gerne möchte.

Unterm Strich bieten MASK OF PROSPERO auf „The Observatory“ ziemlich abwechslungsreiche, musikalisch sehr hochwertige Stücke, die lediglich noch ein wenig Feinschliff benötigen. Vielleicht ein bißchen weniger breit gefächerter Gesang und auch das ein oder andere Riff könnte ein paar Durchläufe mehr vor dem nächsten Break vertragen. Trotz musikalischer Klasse wirkt das Album einfach zu dicht gedrängt, um seine Stärken so wirklich entfalten zu können. Das Potenzial für wirklich Großes ist hier aber vorhanden.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Marc Folivora (14.11.2018)

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