BURNING WITCHES - Hexenhammer

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VÖ: 09.11.2018
Bandinfo: BURNING WITCHES
Genre: Heavy Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Pforten öffnen sich und lässt die Stichflammen des Fegefeuers frei. Aus dem Schlund der Hülle steigen die brennenden Hexen empor. THE BURNING WITCHES haben sich kein ganzes Jahr nach dem letzten LIVE-ALBUM keine Ruhe gegönnt und setzen mit dem Full-Length „Hexenhammer“ noch eins drauf.  Als ich die Trackliste durchgegangen bin, ist der Titel „Holy Diver“ aufgeblitzt und habe mich entschieden mein Bastardschwert beiseitezulegen und mir den „Hexenhammer“ näher angehört. Mit unheimlichem Geflüster und dezenter Hintergrundmusik wird das Album eingeleitet.  Die Stimmen werden immer deutlicher bis sie schlussendlich verstummen und ratternden Gitarrenriffs beginnen. Vorangetrieben werden die Gitarren von der hämmernden Trommelmaschine Lala Frischknecht (Drums). 

Als vorderster Front steht die Anführerin des Hexenclans Seraina Telli (Vocals), deren Gesang auf vielfältige Weise zu hören ist. Sie verdichtet den Sound mit verschiedenen Gesangstechniken auf jeweils einer einzelner Tonspur und überlappt diese. Um der Platte noch einen epischen Anstrich zu verpassen, werden Frauen- beziehungsweise Männerchore eingespielt. Ein Paradebeispiel dafür ist das Lied „Maneater“, bei dem die Männer verspeisende Seraina Telli Leichenteilen nascht, während sie zwischen dem Schlucken und Kauen die Verse auf kunstvolle Weise ausspuckt. „Hexenhammer“ erzählt aus einer Zeit von Schlössern und Verliesen, wo mythische Wesen und Schüler der bösen Magie hausen. Wer weiß denn mehr über diese Themen Bescheid als der King of Heavy Metal Ronny James Dio (DIO, BLACK SABBATH, RAINBOW). Die 5 Damen zollen dem vor acht Jahren verstorbenen Musiker Respekt, indem sie ein Cover von seinem berühmtesten Hit „Holy Diver“ fürs „Hexenhammer“ aufgenommen haben.  Wort für Wort singt die Frontfrau von BURNING WITCHES mit leidenschaftlicher Hingabe den Text.  Beim Gitarrensolo wird ebenfalls keine Ausnahme gemacht und jede Note des Originals maßstabsgetreu angespielt. In dieser Nummer ist kein Platz mehr für eigene Interpretation.

Wie eine weibliche Reinkarnation von DIO entpuppen sich die Schweizer alias BURNING WITCHES zu einer stimmungsvollen Band. Die vielfältige Stimme und die eingespielten Chöre ziehen die größte Aufmerksamkeit auf sich. Bei diesem musikalischen Spektakel fällt der Bass leider in den Hintergrund. Hinter den gitarrenlastigen Liedern versteckt sich Jeanine Grob (Bass) die meiste Zeit dahinter. Des Weiteren herrscht, bis auf eine wohlklingende Rockballade, zu wenig Abwechslung, um bis zu Holy Diver durchzuhalten. 
 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (22.11.2018)

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