PRISMA - Sleep

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VÖ: 06.06.2018
Bandinfo: PRISMA
Genre: Black´n´Roll
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die kreischenden Toten der deutschen Gebiete Sachsens sind auferstanden um neuen Dreck des Balck´n´Roll aufzuwirbeln. Etwas hat PRISMA aus dem Schlaf gerissen und jetzt verleihen sie ihrem Geschrei Worte. Wer das aktuelle Album „Sleep“ haben möchte kann sich ab dem 12.12.2018 als Digipack-CD bei der Band direkt besorgen.

Die rauschenden Gitarrennoten hüpfen schwungvoll innerhalb der Bluespentatonik herum.  Angetrieben wird sie von dem dazu passenden Krachmacher am Schlagzeug, T. (Drums). Mit seiner letzten Lebensenergie in den Lungen keucht E. (Vocals, Guitars) die Texte heraus. „Dance of Skeletons“, die erste Nummer des Debüts, fängt schon mit großem Karacho an. Hier ist „keine Müdigkeit vortäuschen“ angesagt.  Diese ironisch heitere Stimmung nimmt auch bei den darauffolgenden Liedern keine Pause. Alle denkbaren Körpergeräusche, die dir den Magen umdrehen können, kommen in E.´s (Vocals, Guitars) Gesangsrepertoire vor. Zum Gestöhne verpasst T. (Drums) dem Lied ein Paar Blast Beats, die es faustdick hinter den Ohren haben. Die Bass Gitarre kommt bei „Sleep“ auch nicht zu kurz und wandert öfters vom Weg des monotonem Hinterherspielens der Grundtöne ab.
In „Diamond´s Light“ bekommt das Lied durch den ruhigen Einstieg einen jazzigen Charakter verpasst. Nach einiger Zeit sorgt die Bassline für den richtigen Schwung und die anderen Instrumente ziehen ihr gleich hinterher.
Den letzten Rest an Energie haben sich die Leipziger bis zum Schluss aufgehoben. Nur noch ein kurzes Kräfte Sammeln am Anfang von „No Answer of Answers“ und der tosende Black Metal-Einfluss gewinnt immer mehr an Lautstärke.  Während sich T. (Drums) am Schlagzeug rhythmisch austobt, legt sich der Bass noch einmal so richtig ins Zeug. Hastige Bassläufe die die Finger vor lauter Gezupfe nur so bluten lassen.

Die interessante Genrekombination des Rock´n´Roll und Black Metals ist keine neue Erfindung, aber sie trägt noch verborgene Melodien in sich. PRISMA haben speziell ein Auge auf den psychodelischen Rock geworfen. Das Prinzip der Liederstruktur ist simpel und macht deshalb der Spannung keinen Abbruch. „Sleep“ ist ein rauer, dreckiger Brocken der in moosgrünem Licht bei Vollmond leuchten will.  Ihr Gespür für eine kalte Atmosphäre haben sie in den stürmischen Liedern gut verpackt und dadurch für eine gute Balance gesorgt. Jedes der Instrumente erfüllt seine Leistung, die sich in dem gut abgemischten Album bemerkbar macht.  Das Albumcover zeigt die Welt durch die Augen eines Menschen, der einige Zauberpilze genascht hat. Wenn man „Sleep“ angehört hat, versteht man, warum dieses Bild zu PRISMAS Musik passt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (21.11.2018)

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