DOG EAT DOG - Brand New Breed

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VÖ: 30.11.2018
Bandinfo: DOG EAT DOG
Genre: Crossover
Label: Metalville
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Lineup  |  Trackliste

Mitte der 1990er waren DOG EAT DOG ganz oben mit dabei bei der Rap-Meets-Metal-Welle, die für einige Zeit anhielt, aber dann doch relativ flott wieder abebbte. Anfang der 90er aus den Trümmern von MUCKY PUB entstanden, hatten DOG EAT DOG vor allem in Europa ihre Fanbase, während der Erfolg in den USA doch recht übersichtlich war. "No Fronts" kennt wohl heute noch jeder, der die 1990er leibhaftig miterlebt hat. Lief auf Viva damals rauf und runter.

10 Jahre nach ihrem letzten Lebenszeichen auf Konserve gibt es anno 2018 nunmehr eine neue 4-Track-EP mit 4 Bonustracks. Die Scheibe ist eine nette Zeitreise 20 Jahre zurück. Immer noch gibt es die bekannten Stilmittel in Form von Sprechgesang und (besonders charakteristisch für DOG EAT DOG) das coole Saxophon. Zusammen mit LIMP BIZKIT wohl die eindrucksvollste Band dieses Genres, legen die Jungs los als wäre es noch 1994.

"XXV", der Song zum 25jährigen Jubiläum der Truppe, steht dem Klassiker-Material in keinster Weise nach. Man sieht förmlich die mitwippenden 90's Kids in einem stickigen, vollen Club auf und ab springen. "Vibe Cartel" schlägt in dieselbe Kerbe, ein kerniges Grundriff mit guter Melodie versehen, dazu dezente Sax-Einsätze und fertig ist der DOG EAT DOG-Song. Macht Laune.

Bei "Lumpy Dog" gibt es dann einen relaxten Reggae-Titel, an sich nicht so meine musikalische Baustelle, in diesem Fall aber recht cool gemacht, mit einem Cocktail am Strand sicherlich noch besser zu geniessen. 

"Emoji Baby" ist dann eine kompositorisch etwas vertracktere Nummer, natürlich auch sehr funkig und mit einem schicken Mitgröhl-Refrain ausgestattet. Leider ist nach den 4 Songs schon wieder Schluss mit neuem Material. Die zweite Hälfte der EP enthält dann den Klassiker "Isms" sowie "Rocky" als Unplugged-Fassungen. Auch "Lumpy Dog" kommt noch einmal zu akustischen Ehren, ehe eine kraftvolle Live-Version von "XXV" die CD beendet.

Bei der guten Qualität des Materials hätte man sich durchaus auch einen Longplayer gewünscht. Aber als kleiner Zwischenhappen durchaus geniessbar. Die CD-Version ist allerdings für den gebotenen Inhalt nicht gerade preiswert (Preis einer Longplay-CD). Es bleibt abzuwarten, wieviele Anhänger der doch etwas angestaubten Stilrichtung noch an Bord sind. Mir hat es jedenfalls überraschend gut gefallen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (04.01.2019)

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