IRON VOID - Excalibur

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VÖ: 26.10.2018
Bandinfo: IRON VOID
Genre: Doom Metal
Label: Shadow Kingdom Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Drei einfache Briten die mit vereinten Kräften das Album „Excalibur“ aus dem Stein ziehen. Klingt nach einem englischen 08/15-Märchen, ist aber in diesem Fall Realität. Jonathan „Sealey“ Seale (Bass, Vocals) singt über Schwerter, Ritter und mystischen Gegenständen aus der Arthus-Saga. Eine alte Geschichte, die seit Jahrhunderten in aller Munde ist un von Generation zu Generation tradiert wird und auch in der Metalszene schon lange Anklang gefunden hat. (einige können sich vielleicht noch an die Heavy Metal Band GRAVE DIGGER mit ihrem Song „Excalibur“ erinnern.)

Im Gesamten zeichnet sich in den Songs ein angepasster Musikstil ab. Man kann sie noch dem DOOM Genre zunordnen, es kristallisiert sich jedoch heraus, dass die Briten eine Exkursion in den NWBOHM Bereich wagen. Von IRON VOID sind wir gewohnt, Erzählungen von dunklen und bösen Gegebenheiten oder Orten zu hören. Wenn man an die Arthus-Saga denkt, dann assoziiert man diese mit Helden, die das Böse zur Strecke bringen. Damit die Doom Metaler den Liedern den geheimnisvollen Touch verpassen können, krächzen die Gitarren dramatische Melodien und entfernen sich ein wenig von der Blues Pentatonik. Die Riffs zum Refrain von „The Coming of the King“ ähneln sogar „Brave New World“ von den  eisernen Namensvettern IRON MAIDEN.

„Sealey“ (Bass, Vocals) hat bei IRON VOIDS neuestem Streich seiner Stimme den Vorrang gelassen und sich am Bass zurückgenommen. Wie ein Pfaffe vor dem Altar predigt der Bassist die Liedertexte über Schwerter und Ritter. Hauptsächlich zu den ruhigeren Songparts hämmert er in die Basssaiten kräftig rein.  
Steve Wilsons (Guitars, Vocals) Gitarrenspiel tendiert eher zu einem trägeren Charakter, der versucht den knackigen Stil vom IRON VOIDS Debüt Album „IRON VOID“ nachzuahmen. Dafür knallt er fetzige, jedoch kurzgehaltene, Soli zwischen die langgezogenen Riffs.  

Auch wenn die Arthus-Saga ein ausgelutschtes Märchen ist, ist die musikalische Inszenierung der britischen True Doom Metalband gelungen. Mit dem NWOBHM-Einschlag hat sie ins Schwarze getroffen, dafür hat IRON VOID jedoch an Schwung eingebüßt.  Abwechslungsreiche Cleanparts bieten dem Doomfan genügend Zeit, um sich von der Musik treiben zu lassen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (07.01.2019)

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