THE ALLIGATOR WINE - The Flying Carousel

Artikel-Bild
VÖ: 25.01.2019
Bandinfo: THE ALLIGATOR WINE
Genre: Rock
Label: Century Media Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

"Klein aber fein" könnte man zur EP "The Flying Carousel" von THE ALLIGATOR WINE sagen. Thomas Teufel am Schlagzeug und Rob Vitacca an der Orgel, sowie für Gesang zuständig, begeben sich für ihre Art der Rock-Musik auf nur wenig beschrittene Pfade. Nicht, dass jetzt damit der Stil, das Songwriting oder die Vocals gemeint wären, nein. Das Besondere liegt daran, dass die beiden eine Zwei-Mann-Band darstellen, bei der die allgemein gängigen Instrumente Gitarre und Bass fehlen. Alles, was für einen Song nötig ist, schöpfen die beiden Musiker aus den Möglichkeiten von Schlagzeug, Percussion, Orgel und Synthesizer. Und es gibt noch eine zweite, nicht alltägliche Sache: die EP mit den drei Stücken wird physisch nur auf Vinyl veröffentlicht.

Das Endergebnis dieser minimalistischen Arbeit ist eine Kombination aus 70er Sound, Vintage und Alternative Rock. Der Gesamteindruck ist ursprünglich und klingt aufgrund der Orgel und elektronischen Bässe auch stark von psychedelischer Rockmusik beeinflusst. Bei drei Stücken ist es aber so eine Sache. Wenn da eines schief geht, reden wir gleich mal von einem Drittel des Materials, und man braucht echte Orgel/Synthie-Liebhaber, die sich ein solches Werk reinziehen wollen.

Auf dem Album fällt ein Song besonders auf, es ist der Opener "The Flying Carousel". Hier haben es die zwei geschafft, einen echt lässigen Groove zu hinterlegen, der aus dem Rocksong eine party- oder dancefloortaugliche Nummer macht. Der Rhythmus ist gut, und Sänger bzw. Organist Rob Vitacca lässt uns weder Gitarre noch Bass vermissen. Ein echtes Highlight, was man alles ohne große Band auf die Beine stellen kann. Die beiden anderen Nummern stehen leider im Schatten von diesem überzeugenden Groove. "Dream Eyed Little Girl" ist sehr normal und grenzt eher an eine musikalische Spielerei, als an einen beeindruckenden Rocksong. Die soften, sphärischen Klänge von "Reptile" sind für Orgelfreaks recht nett, aber mir fehlt der Biss dahinter.

Vielleicht wäre es nicht schlecht, doch ein wenig Bass und Gitarre in die Band zu holen, um Akzente zu setzen. Dass es ohne geht, beweisen sie bei Nummer eins, aber ein volles Album in diesem Stil durchzumachen wird nicht einfach.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (25.01.2019)

WERBUNG: Rock Shock Theater
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE