BAD BONE BEAST - Water Into Wine

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VÖ: 27.01.2018
Bandinfo: BAD BONE BEAST
Genre: Hard Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Samtiger, lässiger Blues in Kombination mit 70er Rock, dazu ein moderner Vibe – nicht schlecht, was die drei Jungs aus Düsseldorf und Osnabrück auf ihrer Debut EP abliefern. „Water Into Wine“ klingt nach gefühlvollem Blues-Rock in Stil von klassischen britischen Blues-Rock-Bands, es ist aber auch ein bisschen Südstaaten Blues und Grunge herauszuhören. Die Band verlässt sich auf die Basics: Schlagzeug, Bass, Gitarre und eine gute Singstimme – mehr braucht es auch nicht, um etwas Gutes zu machen.

Die EP startet mit dem Title-Track „Water Into Wine“, einem groovenden Blues-Rocker mittlerer Geschwindigkeit mit stimmigen Riffs und Soli, bei dem gleich mal die sehr gut passende soulige Rock-Stimme von Bassist und Sänger Ruben Claro auffällt. Als Nummer zwei für die EP haben die Jungs „Midnight Lover“ gewählt. Einen Song, der auf das wesentliche reduziert ist und sehr emotionell rüberkommt. Die Blues-Gitarre windet sich um die Noten und heult, akzentuiert oder unterstreicht die Lyric-Aussagen. Leider gibt es ein paar sehr gedehnte Passagen bei dieser Nummer, die die Stimmung runter drücken, aber okay, ist eben so.

„Living Fast“ erhält – wie der Name des Songs schon verrät – ein wenig Speed, aber natürlich nicht so, dass das jetzt abfetzt. Vielmehr ist es ein lässig beschwingter Rock-Song mit eingängigem Rhythmus, der hängen bleibt. Mit dem groovenden Sound, einem Hauch Grunge und dem marschierend gesetzten Rhythmus ist dies mein persönlicher Favorit auf dem Album.

“Love Can Be A Sinner” ist eine wunderschöne, herzergreifende Ballade. Da sieht man mal wieder, was ein guter Sänger ausmacht. Vocals und Gitarre harmonieren sehr gut miteinander, und der langsame Rhythmus, den Schlagzeug und Bass vorlegen, geht unter die Haut. Im letzten Drittel wird mittels intensiverer Gitarrenarbeit (die jammert wirklich ausgezeichnet bluesig) und entsprechend intensiven Vocals der Höhepunkt des Songs herausgearbeitet. Die letzte Nummer „Justify Your Crime“ ist noch mal eine gute, langsame Blues-Nummer, die wieder hervorragend gesungen ist und durch die Reduktion auf die Basics und mit gut gesetzten Backing-Vocals wirkt.

Ein gelungenes Debut der jungen deutschen Band. Das ist Blues-Rock mit viel Seele und einem Hauch Grunge, das hört man gerne. Es klingt gut und hat nicht nötig, sich am Mainstream zu orientieren.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (26.01.2019)

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