SWALLOW THE SUN - When A Shadow Is Forced Into The Light

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VÖ: 25.01.2019
Bandinfo: SWALLOW THE SUN
Genre: Doom Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Neues Lebenszeichen der finnischen Melodic-Death-Doom-Metal-Kombo. War „Songs From The North“ (2015) noch ein wahres Umfang-Monster und summierte in sich die Essenz dreier ganzer Alben („I“ – war ein typisches SWALLOW THE SUN-Album, „II“ – kam als Akustik-Album daher und „III“ – öffnete die Schneise in die unendlichen Funeral-Doom-Gefinde), so ist Album Nummer 7 wieder sehr viel überschaulicher und kompakter. Acht Songs, alle jenseits der fünfeinhalb Minuten Marke. Es soll das düsterste und dunkelste Album der Bandgeschichte sein, sagt jedenfalls das Label. Ob es so ist, werden wir auf den Grund gehen. „When A Shadow Is Forced Into The Light“, einen passenderen, wuchtigeren Albumnamen hätte man für eine Melodic-Death-Doom-Platte nur schwer finden können; der Albumname stammt so ganz nebenbei von TREES OF ETERNITYS „Broken Mirror“, ist vollgepackt mit persönlichen Schicksalsschlägen und dem Willen weiterzumachen. Und das hört man. Komplexe Melodic-Nummern, die vor Melancholie nur so triefen („Upon The Water“ mit trostlos schönen Keyboard-Parts oder „Stone Wings“), öffnen ein breites Emotions-Spektrum.

Gerade in der Ruhe liegt die Stärke von SWALLOW THE SUN. War früher schon so. Ist auch jetzt noch so. Man liebäugelt etwas mit SATURNUS („The Crimson Crown“), ohne jedoch die eigene Note ganz aus den Augen zu verlieren, diesen ganz eigenen SWALLOW THE SUN-Touch. Hart, unerbittlich kann man auch, aber nicht ganz so mitreißend, vergleichbar mit dem Auge eines Hurrikans: gerade der Opener und Titeltrack „When A Shadow Is Forced Into The Light“ ist so eine gewaltige, sich aufbauende Dampfwalze der Gefühlsausbrüche, die alles und jeden in ihren Sog aus melodischen Parts und brutalen Growls mitreißt. Auch hier können die Finnen mit ihrer Vielseitigkeit und den komplexen Songstrukturen, wie auch beim Rausschmeißer, „Never Left“, überzeugen.

Im Großen und Ganzen ist „When A Shadow Is Forced Into The Light“ ein solides Album geworden, das zwar großteils überzeugen kann, doch leider auch einige Hänger liefert. Hier wären das eher schwache „Firelights“, das sich nicht richtig zu entfalten weiß und „Clouds On Your Side“, das zu eindimensional und uninspiriert wirkt, zu nennen. An die ersten vier SWALLOW THE SUN-Kracher kommt die neues Langrille nicht ran, und ob es das düsterste und dunkelste Album der Bandgeschichte ist, mag ich auch zu bezweifeln. Im Vergleich zum letzten Album ist es aber überzeugender.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Upon The Water“.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: inhonorus (09.02.2019)

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