IMPERIA - Flames Of Eternity

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VÖ: 22.02.2019
Bandinfo: IMPERIA
Genre: Gothic Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Gut Ding braucht Weile – das scheint das Motto von IMPERIA zu sein. In regelmäßigem Abstand von drei bis vier Jahren kommen neue Werke. Aber besser so, als husch-husch in kurzer Zeit etwas zu basteln, was dann seicht klingt. Gleich vorab kann ich sagen: die Erwartungen der Fans und aller Liebhaber von Symphonic & Gothic Metal werden erfüllt.

„Flames Of Eternity“ ist wieder ganz im typischen Stil der nordischen Band geworden. Helenas Gesang besticht ab dem ersten Song, egal, ob sie opernhaft oder rockig singt, grölt oder ihre Stimme samtig um eine Ballade schmiegt. Es ist einfach immer wieder ein Genuss, der Dame zuzuhören.

Der typische Stil, den die Band seit Jahren weiter entwickelt und ausfeilt, ist wiederum präsent. Man hört großes Orchester, Violinen-Einsätze und diverse Einflüsse von nordischer Musik, Folk Metal, Gothic und Industrial. Auffällig auf dem aktuellen Album sind die sehr reduziert gehaltenen Nummern – überwiegend Balladen -, die fast nur durch Vocals und Piano bestechen. Damit möchte ich aber keine Panik bei den Hörern auslösen, die es gerne härter haben. Natürlich gibt es unter den zwölf Stücken ausreichend Power-Songs mit heavy Gitarrenriffs und intensiver Rhythmusarbeit an Bass und Schlagzeug, die die Songs voran pushen. Dazu gehören zum Beispiel knackige Stücke wie „Fear Is An Illusion“ mit dem Uhrwerk-Schlagzeug, das heftig dahinrattert, um dem Song den richtigen Biss zu verpassen, oder „My Guardian Angel“, das fast die Härte von Industrial mitbringt. „Unspoken Words“ ist gleichzeitig kraftvoll und harmonisch rund. Ein ganz toller Song mit lässiger Melodie.

Lässig, flott, harmonisch, mit tollen Keyboard/Orchester-Sequenzen und Opernklängen sowie zahlreichen Wechseln im Rhythmus und Stil ist „Blinded“. Bei diesem speziellen Stück bekommt man den Eindruck, dass die Band ihr gesamtes Repertoire hinein gepackt hat. Der Spieluhr Sound von „Invisible Tears“, die Violinen-Einlage und die akustischen Gitarrenklänge lassen einen zu Beginn des Songs entschweben. Sehr schön, fast in Richtung Folk gehend, ist er nachdenklich und emotionell, am ehesten noch als Power-Ballade zu bezeichnen.

IMPERIA bestechen immer wieder durch schöne Arrangements und angenehmes Songwriting. Mit Orchesterunterstützung entstand „Beauty Within“. Mit den ruhigen, zarten Flöten-Klängen ist dieses Lied von Folk-Metal angehaucht, sehr schön dazu der engelhafte Gesang. Das Duett „The Ocean“ lebt von der Schönheit und Reinheit der Stimmen, die nur zart begleitet werden, und zeigt orientalischen Einfluss. Auch bei dieser Nummer spielt der finnischen Violinenvirtuose Henrik Perelló mit.

Zart und stimmig die Balladen: bei den emotionalen Klaviertönen von „A Crying Heart“ spürt und fühlt man in tiefster Seele mit, detto bei „Book Of Love“, wo Streicher, Soli, sowie Chor die Höhepunkte hingebungsvoll betonen, oder die Klavierversion von „Mother“.

IMPERIA bieten wieder einmal einen sehr vielfältigen Sound, der gefällt. Man erlebt große Momente in Form von orchestralem Einsatz, der in Kombination mit Gitarren und Schlagzeug ein harmonisches, hartes Nebeneinander liefert. Die Kompositionen bieten etwas, das den Hörer anspricht und seine Aufmerksamkeit in den Bann zieht. „Flames Of Eternity“ kann man allen Gothic Metal Fans auf jeden Fall empfehlen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (19.02.2019)

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