FIDDLER'S GREEN - Heyday

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VÖ: 08.03.2019
Bandinfo: FIDDLER'S GREEN
Genre: Folk Rock
Label: Deaf Shepherd Recordings
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Lineup  |  Trackliste

Innerhalb der Szene gehören die Jungs von FIDDLER'S GREEN bereits seit Mitte der 90er zur Speerspitze, doch gleichermaßen blieben sie von der Popularität immer ein stückweit hinter Größen wie SUBWAY TO SALLY, SCHANDMAUL, IN EXTREMO, SALTATIO MORTIS und Co. zurück. Ob das daran liegen mag, dass man sich der englischen Sprache verschrieben hat? Sicherlich ein Faktor, aber am musikalischen Schaffen an sich wird es nicht liegen und selbst ohne die charakteristische deutsche Sprache haben sich die Jungs eine große Fanbase angelacht über die Jahre hinweg. Die bunte Diskografie schmückt sich nun mit dem neuesten Werk "Heyday", von der wir uns durch die Single "No Anthem" bereits ein Bild machen konnten. Viele Fans befürchteten nach der modern angehauchten Nummer, dass der Folkanteil geringer ausfallen könnte als sonst, aber eins nehme ich vorweg: Weit gefehlt!

Geigen, überall Geigen! Und dann noch dieses Akkordeon! Allein das kurze Intro gibt euch die volle Breitseite und lässt keine Zweifel dran aufkommen, das FIDDLER'S GREEN sich hier und da zwar sicherlich neu erfinden, ihre Wurzeln aber niemals missachten! "The Freak Of Enniskillen" ist eine flotte Nummer, die einfach nur Spaß macht. In gehobener Geschwindigkeit treibt sich das Stück voran und mündet in einen Mitgröhlrefrain der ersten Güte! Hits schreiben ist das, was die Truppe drauf hat und auch das anschließende "No Anthem" darf sich diesen Stempel aufdrücken, obgleich moderne Elemente Einzug halten, die den folkloristischen Anteil geringer ausfallen lassen. "Limerick Style"? Ist damit die Stadt in Irland gemeint oder etwa das Gedicht? Ich glaube, ihr kennt die Antwort... Ein interessantes Stück, das in der Instrumentierung unglaublich vielfältig daher kommt, aber gerade das zeichnet die Band ja auch ein stückweit aus. Musikalisch hat es fast einen leicht ägyptischen Touch und die Marschroute als gesamtes wirkt etwas aggressiver. Ein kurzweiliger Song, der mich nach jedem Durchlauf den Tag über begleitet. Einer dieser Ohrwürmer, die man GERN nicht mehr los wird! "Better You Say No" lässt es eher balladesk angehen, aber selbst hier entzündet sich automatisch eine gute Stimmung! Ich "befürchte" fast, dass die Jungs nur stimmungsvolle Nummern zu schreiben imstande sind. Gut so! In Albis Stimme habe ich mich so oder so verliebt. Da steckt einfach so unglaublich viel Charakter drin! 

Mit einer dreiviertel Stunde hat man hier am Ende eine sehr runde Spielzeit, die die goldene Mitte trifft. Raum für Experimente ist vorhanden, aber dieser Bogen wird nicht überspannt. Gegen Ende kommen zwar nicht mehr die ganz großen Hits raus, aber das Gesamtpaket ist dennoch sehr stimmig und lässt den geneigten Hörer in einer positiven Stimmung zurück und das ist doch die Hauptsache!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sonata (05.03.2019)

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