THE FOREIGN RESORT - Outnumbered

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VÖ: 05.04.2019
Bandinfo: THE FOREIGN RESORT
Genre: Post Hardcore
Label: Artoffact Records
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Lineup  |  Trackliste

THE FOREIGN RESORT legen mit ihrem neuen Album "Outnumbered" ein Machwerk vor, das sich kaum hinter dem Schaffen der Großmeister ihres Genres verstecken muss und Erinnerungen an selbige weckt.

Mit verzerrten Gitarrenklängen beginnt "In Gloom", bevor der klassische Post-Punk-Rhythmus beginnt. Die Vocals lassen an ROBERT SMITH (THE CURE) und PETER MURPHY (BAUHAUS) erinnern, weisen eine zu THE FOREIGN RESORT passende Eigenständigkeit auf. Die Stimmung hängt irgendwo zwischen staubiger Landstraße und trister Betonsiedlung.

Sphärisch geht es mit "Burn In The Night" weiter, auch hier ist die stimmliche Ähnlichkeit zu ROBERT SMITH  erkennbar.

"Summer" erinnert an einen entspannten Sommerabend. Ein Titel, der aus Pads besteht und ohne Gitarren, Vocals und Beats auskommt. Stimmungsvoll, trotz der Kürze.

Weiter geht es mit "She Is Lost". Klanglich irgendwo zwischen THE CURE und THE MISSION UK erzeugt dieses Lied eine Stimmung, die sich trotz des ernsten Themas zwischen einer Feierlichkeit und einer angenehmen Zugreise bewegt. Rhythmus und Chorus sind eingängig, die Gitarrenteile besitzen trotz (oder gerade wegen) der fehlenden Opulenz einen Wiedererkennungswert.

"Obsessing" beginnt wie der manische Albtraum eines Wesens aus einer Einrichtung, die sich in so manchem Horrorfilm findet. Wenn Samara Morgan einen nächtlichen Alb mit Musik untermalen würde, böte sich dieses Intro an. Verzerrte Gitarren treffen auf geschlossene Hi-Hats. Treibend und sphärisch geht es weiter, dezente Gitarrenelemente, die an Shoegazing erinnern, gesellen sich hinzu.

Wenn schlichte Synthklänge auf einfache Rhythmen treffen, dann entsteht so etwas wie "Hearts Fade Out". Man stelle sich vor: Fans von Gothic-Musik der 1980er und Cyber treffen klanglich aufeinander und sich gegenseitig auf der Tanzfläche. "Hearts Fade Out" hat das Potenzial, diese beiden Richtungen zu vereinen.

Stimmungsbezogen lässt sich in den übrigen Titeln dieses Albums kaum etwas Neues entdecken. Fazit: ein bodenständiges Album.

 

 

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Trüter (30.04.2019)

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