WEST BOUND - Volume 1

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VÖ: 22.02.2019
Bandinfo: WEST BOUND
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

WEST BOUND ist die nächste neue Band aus bekannten und weniger bekannten Leuten des Musik-Biz, die mit einem Album auf den Markt drängt. Aufgrund des Backgrounds der Mitglieder – Sänger Chas West ist von RESURRECTION KINGS bekannt, oder BONHAM, oder LYNCH MOB und Gitarrist Roy Z von BRUCE DICKINSON, HALFORD und TRIBE OF GYPSIES - ist sofort klar, in welche Richtung es gehen wird, nämlich "old-school", also Musik Anno Ende 80er und 90er.

Wirft man den Player an, kommt auch wirklich Musik im Stil von WHITESNAKE oder RIVAL SONS raus. Bestes Beispiel dafür mein Sitznachbar im Wohnzimmer – es laufen die ersten Takte vom Opener „Never Surrender“ – umgehend folgender Kommentar: „Ist das WHITESNAKE?“

Wobei man sich dann natürlich schon die Frage stellt, ob die Welt die nächste Band dieser Art braucht, denn es gibt bald etwas Neues von den Schlangen, und der modern aufgepeppte Hard Rock im alten Stil ist schon ein ziemlich abgelutschtes Thema. Er scheint aber nicht nur mir, sondern vielen anderen auch zu gefallen, deswegen werden vom Label „Frontiers Records“ regelmäßig neue Bands bzw. Alben in diesem Stil veröffentlicht. Wer nicht will, muss ja nicht hinhören. Und mit WEST BOUND hat man sicher eine sehr gute Wahl getroffen, denn sie machen ihre Arbeit echt nicht schlecht. Auf dem Album findet man elf gut gemachte, lässige Songs, die man sich gerne öfter anhört, und die mit ihren eingängigen Melodien, tollen Vocals - Chas West hat eine großartige Stimme mit viel Ausdruck, immer harmonisch und super zum Text und zur Melodie bzw. den Instrumenten passend - und den zahlreichen Keyboard- und Piano Einlagen auch einem breiteren Publikum vorgespielt werden können (zum Beispiel den anderen Autofahrern bei der roten Ampel, die ebenfalls das Fenster runter gekurbelt haben).

Anspieltipps neben dem schon erwähnten „Never Surrender“:

  • Die sehr schöne Power-Ballade „Beautiful Dream“
  • „Roll The Bones“: Lässiger Rhythmus, ein gewisser Punch, moderner Hard Rock mit heavy Anteil, das Teil groovt!
  • „On My Own“: Piano mit Riffs und gutem Rhythmus, sehr schön gesungen, die Emotionen werden wunderbar rübergebracht
  • „Turn To You“: keine reinrassige Ballade, sondern etwas härter, mit der akustischen Gitarre wird ein dezenter Western-Eindruck hervorgerufen; sehr schöner Song zum Dahinschmelzen und Fühlen; ich bin begeistert von diesem Sänger!
  • „No Room For Sympathy“: hier fetzt der Rock wieder, ein bisschen old-school, aber schön

Fazit: Diese Art von melodischem Hard Rock mit einem ordentlichen Blues-Anteil wird immer wieder Liebhaber finden.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (28.03.2019)

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