HATE ETERNAL - Upon Desolate Sands

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VÖ: 26.10.2018
Bandinfo: HATE ETERNAL
Genre: Death Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste

Erik Rutan ist wahrlich ein Death Metal-Tausendsassa. Egal ob als Produzent oder als Musiker. Mr. Rutan ist einfach eine Institution im Florida Death Metal. Sein morbider Wirbelwind namens HATE ETERNAL legt nun mit "Upon Desolate Sands" den Nachfolger von "Infernus" nach. Den Besetzungswechsel an den Drums (Hannes Grossmann, den man u.a. von OBSCURA kennt, trommelt nun dort) merkt man der Musik nicht an. Denn der auf "Infernus" eingeschlagene Weg wird kompromisslos weiter gegangen: Technischer Anspruch und brachiale Härte regieren. Im Gegensatz zu "Infernus" scheint man bei "Upon Desolate Sands" aber darauf zu vergessen, dass der Fokus auf Brachialität und Härte auch mal etwas zu gleichförmig klingen könnte.

Denn dieses Album ist zwar gut, aber auch sehr sperrig. Wenn man sich etwas vom reinen Geprügel entfernt, ist "Upon Desolate Sands" qualitativ hochwertig. "Nothingness Of Being" ist so ein gelungener, etwas langsamerer Song, der eine Atmosphäre erschafft, die an MORBID ANGEL erinnert. Der Groove steht HATE ETERNAL hier gut zu Gesicht.

Der Titeltrack "Upon Desolate Sands" erinnert mich wiederum an NILE, was in punkto Perfektion und Atmosphäre wohl das höchstmögliche Lob bedeutet. Ein weiteres Highlight ist "All Hope Destroyed", bei dem man die Virtuosität der Gitarrenfraktion bewundern darf. Und dann gibt es eben auch noch Songs wie "What Lies Beyond" oder "Vengeance Striketh" die brutal aus den Boxen tönen und präzise durchstrukturiert wurden, aber eben auch nichts Besonderes darstellen.

Also manchmal scheint weniger doch mehr zu sein. Mit ein paar kleinen Raffinessen im Songwriting würde "Upon Desolate Sands" um einiges mehr an Wiedererkennungswert mit sich bringen. Fans von HATE ETERNAL können damit nichts falsch machen, da die Band technisch in der höchsten Liga mitspielt. Ob "Upon Desolate Sands" deshalb zu einem Genreklassiker wird, wage ich aber stark zu bezweifeln. HATE ETERNAL sind zweifellos gut, dürfen aber nicht vergessen, dass man die Grenzen bereits ausgelotet hat und die Sperrigkeit des Dargebotenen viele (auch Death Metal affine) Fans überfordern könnte. 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: El Greco (24.03.2019)

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