HIGH REEPER - Higher Reeper

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VÖ: 22.03.2019
Bandinfo: HIGH REEPER
Genre: Doom Metal
Label: Heavy Psych Sounds Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Die leuchtroten Augen des allseits gefürchteten Herren der Toten starren von der Bühne aus ins Publikum. Er schwingt seine Sense, um jene zu strafen, die das Zeitliche segnen sollen und in der linken Hand befindet sich ein brennender Joint, der…Moment mal. Das Bild passt nicht ins typische Klischee, aber zu der amerikanischen Band aus Philadelphia. Das bärtige Fünfergespann hat ihre Köpfe so richtig rauchen lassen um den innovativen Albumtitel „Higher Reeper“ zu kreieren. Damit beweisen die Amis, dass sie Humor haben, aber dahinter verbirgt sich auch ein nach Gras stinkender Hauch Genialität.  

„Eternal Leviathan“ beginnt zunächst im langsamen Stil, die Nummer jedoch bricht rasch in ein wildes Getöse aus. Die trickreichen Notenwerte, die Pat Daly (Guitars) und Andew Price (Guitars) klimpern, knallen schön im Genick. Kombiniert mit dem kratzigen Gesang sorgen die fünf Stoner für einen deftige Portion Hard Rock. Das Schlagzeug poltert sich nicht konstant durch die Lieder, vielmehr gelingt es mit einem knackigen Snare Drum Sound im richtigen Moment einen guten Drive zu erzeugen.  Justin DiPinto (Drums) hat in seiner bisherigen Karrierelaufbahn genug Erfahrung gesammelt, um zu wissen, wie man sich in einer Band Gehör verschafft, ohne sich pausenlos in den Vordergrund drängen zu müssen.

„Foggy Drag“ ist die Sternstunde des Bassisten Shane Trimble (Bass), der durch eine liebliche Melodie den Ton angibt. Den Rest der Zeit verbringt er damit, seine Kollegen tatkräftig zu unterstützen und springt munter in der Bluespentatonik herum. Zach Thomas (Vocals) hohe Stimmlage ist ein Segen für jede Hard Rock Band, aber er hat sein Bewusstsein erweitert und streckt seinen Gesang mit kratzigen Lauten. Zu passenden Momenten brüllt er lautstark aus der Kehle und verleiht den Texten den nötigen Druck.  Im Vergleich zu den anderen Liedern herrscht bei  „Apocalypse Hymne“ eine ganz andere Stimmung. Es ist eine Nummer, die stark an BLACK SABBATH erinnert, und erlaubt dem Doomfan die Ruhe zu genießen. 

Man kann von „Higher Reeper“ nur high werden. Das Album strotzt dennoch vor Motivation und animiert den Zuhörer zum angestrengten Kopfschleudern. Die fünf Philadelphianer beschränken sich auf Themen, die man einem pessimistischen Rauchgrashippie zuordnen könnte, aber dem ist sich die Band bewusst. Selbstironie wird bei ihnen großgeschrieben und die Band vermag es, die Fans mit ihrer außergewöhnlichen Begabung an ihren Instrumenten zu faszinieren. 

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (31.03.2019)

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