TERRORIZER - Caustic Attack

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VÖ: 12.10.2018
Bandinfo: TERRORIZER
Genre: Death Metal
Label: The End Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die US-Abrissbirne TERRORIZER veröffentlicht seit Anfang der 2000er Jahre wieder langsam, aber stetig neue Musik. Die einzige Bandkonstante Pete "Commando" Sandoval ließ sich dabei auch nicht von Schicksalsschlägen wie seinem Bandscheibenvorfall aufhalten. Nach einem langen und harten Weg der Genesung zeigt sich der Kult-Drummer fit wie ein Turnschuh und präsentiert mit komplett erneuerter Mannschaft das vierte Langeisen "Caustic Attack".

Anno 2018 besteht das Death-Grind-Gespann aus Drummer Pete Sandoval, Basser und Sänger Sam Molina und Gitarrist Lee Harrison. Nach der Zombie-Apokalypse folgt nun die "ätzende Attacke", die nach Angaben der Band wieder an alten TERRORIZER-Stoff anknüpfen soll. Der Titel trifft ebenso wie der Bandname ins Schwarze. Denn im Vergleich zum direkten Vorgänger, der nun auch nicht gerade als Hochzeitswalzer durchgegangen ist, wirkt "Caustic Attack" um einiges aggressiver und gewalttätiger. Es dominieren brutale Uptempo-Brecher, die mit einem großzügigem Einsatz von Blastbeats und Doublebass gesegnet sind. Pete Sandoval läuft an seinen Kesseln zu Höchstleistungen auf und dürfte mit dem neuen Material live so manchen Liter mehr herausschwitzen als beim Material von "Hordes Of Zombies". MONSTROSITY-Drummer Lee Harrison gönnt sich hier mit dem Sechssaiter etwas Abwechslung und erweist sich auch dort als sehr versiert. Die neuen Songs sind gleich für den Livebetrieb zu Dritt komponiert und verzichten daher auf Soli und dergleichen. Die neue Stimme Sam Molina (ex-MONSTROSITY) weiß mit satten Growls zu überzeugen. Auch am Sound wurde hörbar gearbeitet, wodurch die neue Platte deutlich fetter und klarer klingt als ihr Vorgänger. Der Opener "Turbulence" gibt die Richtung vor und macht nebenbei seinem Namen alle Ehre. Mit Nummern wie "Conflict And Despair" oder "Poison Gas Tsunami" gibt es ein schönes Grind-Chaos, das aber stets dicht am Death Metal angesiedelt ist. Generell wiegt der Death Metal schwer auf "Caustic Attack". "Crisis" zeigt dabei schon fast eingängige Züge, bringt einen amtlichen Groove mit und avanciert zu einem Highlight des Albums.

TERRORIZER lassen auch 30 Jahre nach ihrer Gründung noch derbe die Muskeln spielen und legen mit "Caustic Attack" einen Hassbatzen von hoher Güte vor. Die neue Besetzung besteht die sprichwörtliche Feuerprobe mit Bravour. Etwas mehr Farbtupfer der Marke "Crisis" hätten der Scheibe sicherlich gut getan, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lord Seriousface (01.04.2019)

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