DOGFACE - From The End To The Beginning

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VÖ: 17.05.2019
Bandinfo: DOGFACE
Genre: Hard Rock
Label: Scandirock
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Lineup  |  Trackliste

Es scheint mein Schicksal zu sein, dass ich immer wieder Alben von diversen Bands  zwischen die Finger bekomme, die ultimativ deren letzte sind. Und schon wieder einmal rauscht so ein Kandidat bei mir rein, und ich sage 'Schade´! Die sollten echt weitermachen.' Ich rede in diesem Fall von DOGFACE, einem schwedischen Quartett, das seit über zwanzig Jahren sehr leiwanden Hard Rock produziert; quasi RAINBOW, DEEP PURPLE und THIN LIZZY revitalized. Drei eigenständige Alben wurden seit 1998 aufgenommen: 'Dogface Unleashed' im Jahre 2000, das von den Kritikern hochgelobt wurde, gefolgt von 'In Control' 2002 und nach einer langen Pause und mit neuem Line-up 'Back On The Streets' im Jahre 2013. Das Debut wurde 2018 unter dem Titel 'Dogfaced Releashed' noch einmal mit neuem Mixing and Mastering veröffentlicht, und nun verabschieden sich DOGFACE mit einem 'Best Of' ihrer Recording Karriere: 'From The End To The Beginning' präsentiert nochmal eine Auswahl von Tracks der letzten 20 Jahre, die den Sound von DOGFACE ausmachen. Hier darf die Hammond Orgel noch einmal genauso viel Platz beanspruchen wie Gesang und Guitars, und Boy, oh Boy! das tut sie. Ich bin ein Fan vom Sound der Hammond Orgel und sie trägt in diesem Falle zweifelsfrei zum Signature Sound von DOGFACE bei, sorgt schon beim Einsteier 'Don't' für den Spannungsaufbau. Langsam und aufmüpfig lasziv geht es los. Das dauert aber auch nur knapp fünf Minuten. 'Not Wanted' zieht das dann Tempo ordentlich an, und hier merkt man auch langsam wie groß die Reichweite von Mats Levèns Stimme ist. Er spottet ('A Single Reason'), er bettelt und er schluchzt ('I Will Be There'), er schreit und faucht ('Sleeping With The Enemy'). Und das sind nur die ersten fünf Songs des Albums. Das Großartige an dieser Band ist, dass die Tracks abwechslungsreich, melodisch und unglaublich 'tight' gespielt sind. Das epische 'Footsteps On The Moon', das dahin gallopierende 'Can't Face Tomorrow' oder das raue 'Leave This War'; sie alle nehmen das Beste vom Melodic Hard Rock der Siebziger und Achtziger, ohne dabei offensichtlich von ihren Vorbildern zu klauen.

'From The End To The Beginning' ist das auditive Äquivalent einer coolen Retro-Lederjacke:  Mag abgewetzt erscheinen, riecht aber noch ganz neu. Hoffentlich ist das mit dem letzten Album nicht in Stein gemeißelt. immerhin hat die Band erst vor Kurzem beim Label 'Scandirock' unterschrieben. Da sollte doch noch was gehen, oder?

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Betti Stewart (10.05.2019)

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