BITCHHAMMER - Offenders Of The Faith

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VÖ: 26.04.2019
Bandinfo: BITCHHAMMER
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Hoffnung der Leipziger Oldschool-Metalszene, BITCHHAMMER, fühlt den Gläubigen auf der Welt wieder einmal auf den Zahn. Das deutsche Trio hat sich im Underground einen Namen mit ihrer LP „Thrasher Of The Apocalypse“ gemacht und haben in den letzten Jahren von verschiedenen Online Magazinen Lob eingeheimst. "Wer dazu nicht bangen kann, hat im Metal nichts…aber auch absolut GAR NICHTS verloren. Punkt!" schlussfolgerte Zephyrs Odem im Jahre 2014. „Offenders Of The Faith“ heißt ihr erstes Full-Length-Album aus dem Hause Iron Shield Records. BITCHHAMMER setzen für sich einen neuen Meilenstein der gleichzeitig eine stärkere Hinwendung zum Black Metal bedeutet. 

So direkt wie ihre Songtitel sind, so beginnt auch das schwarze Trommelgewitter der Leipziger. Die bösen Wortspiele der Black Thrasher-Bande bringt das geistliche Blut unter dem Pfarrerrock zum Kochen. Basstard Priest (Bass, Vocals) rotzt die Songtexte ins Mikro, während die Zuhörer sich an seinen glaubensfeindlichen Attacken ergötzen können. 
An vielfältige Riffgestaltung fehlt es den Burschen nicht.  Wie ein Perpetuum Mobile hüpft Jack Frost (Gitarre) in den Liedern herum, um die Metalheads auf Trab zu halten. Man bekommt das Gefühl, dass der Gitarrist einen Zwang verspürt, so viele Ideen wie möglich ins Album zu packen. Es fällt einem schwer, seinen Lieblingspart zu bestimmen, da er durch die ständigen Changes Gefahr läuft in Vergessenheit zu geraten. Wenn ich von roher Gewalt, die prägend für den 80er Thrash gewesen ist, spreche, findet man in „Offenders Of The Faith“ wenig davon. „Satanica“, „Into The Filth“ oder „Blasphemaniac“ sind einer der wenigen Songs, die ihr am ehesten nahekommen.
Majesty of Hell (Drums) strotzt bei „Offender Of The Faith“ vor lauter satanische Energie und benutzt als Ventil Double Bass- und Blast Beats zum Ausgleich. Sein Trommelgewirbel lässt BITCHHAMMER immer mehr in eine profane Black Metal-Schiene abdriften. Mit „Thrasher Of The Apocalypse“ im Hinterkopf hat sich, nach erstmaligem Anhören von „Funeral Sorcery“, eine Verwirrung in meinen Eingeweiden breitgemacht. 

Als Bewunderer der alten Black Thrash-Szene genieße ich neue Interpretationen der neuen Generation und BITCHHAMMER ist einer der wenigen Hoffnungsträger, die zum Erhalt des Genres beitragen, aber ihr neues Album hinterlässt einen pessimistischen Beigeschmack (jedoch nicht von der guten Sorte!). Trotz amüsanter Wortspielerein, die Basstard Priest (Vocals, Bass) mit böser Miene ins Mikro grunzt, droht der Werdegang des deutschen Trios in eine 08/15-Black Metal-Schiene abzudriften. Die rohe Thrashgewalt ist in „Offenders Of The Faith“ noch existent, aber wird hoffentlich nicht bald der Vergangenheit angehören. 

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (29.04.2019)

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