BLACK HORIZON - Dark Light

Artikel-Bild
VÖ: 17.05.2019
Bandinfo: BLACK HORIZON
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Obwohl BLACK HORIZON bereits seit 1998 in der französischen Szene aktiv sind, hat man bisher noch nicht viel von ihnen zu hören bekommen. Zwei Demos ("Did You Her It", 2000 und "The First Door", 2002), eine EP ("Time Is My Enemy", 2005) und ein Album ("The Choice", 2010) stehen bisher zu Buche. Nun veröffentlicht die Band, die südlich von Paris daheim ist, ihr zweites Album.

Der Fünfer ist gleich von Beginn an bemüht, nichts anbrennen zu lassen und steigt gleich mit einem rasanten Schlagzeug-Gewitter in den Eröffnungssong "The Hunter" ein. Stilistisch bewegt man sich dabei in der Schnittmenge aus klassischem Heavy Metal, europäisch gefärbtem Power Metal und dezenten Thrash-Anleihen. Der Gesang fällt angenehm akzentfrei aus, wobei der Stimme ein wenig der Wiedererkennungswert und in höheren Lagen streckenweise auch die Kraft fehlt. Macht nichts, dafür hat man sich gleich zwei Aushilfen ins Boot geholt: Ex-IRON MAIDEN Blaze Bayley unterstützt die Band mit seinem gewohnt knödeligem Powerorgan auf "Walking Close To Me". Eine Nummer, die wie für Bayley geschrieben ist und auch auf einem seiner Soloalben fabelhaft passen würde. Der zweite Gastsänger ist Andy Kuntz der Prog/Power Metal Band VANDEN PLAS, welcher eine tolle akustische Reprise der Ballade "Miles Away" zum Besten gibt. Ob man sich damit wirklich einen Gefallen getan hat, weiß ich nicht - gerade bei dieser Nummer offenbart sich der qualitative Unterschied zum Stammsänger. Die restlichen Songs plätschern angenehm vor sich hin, ohne wirklich im Ohr hängen bleiben zu wollen. Lediglich das rasante "Howling Like A Wolf" sticht nochmal deutlich hervor, nicht zuletzt dank des ebenso überraschenden wie originellen Themas von Sergei Prokofjews "Peter und der Wolf". Mit sowas kann man bei mir punkten (ja, ich weiß eh: Ich bin leicht zu durchschauen, Anm.).

So gelingt BLACK HORIZON ein recht gut gelungenes Album, dem vor allem die richtig zwingenden Momente fehlen. Vielleicht schaffen es die Jungs ja, weniger lange Pausen zwischen ihren Veröffentlichungen entstehen zu lassen. Ich wäre hier wirklich gespannt auf ihre Weiterentwicklung.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: adl (13.05.2019)

WERBUNG: RAMMSTEIN live in Klagenfurt
ANZEIGE
WERBUNG: SABATON - The Great War
ANZEIGE