HELL BOULEVARD - In Black We Trust

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VÖ: 21.09.2018
Bandinfo: HELL BOULEVARD
Genre: Goth Rock
Label: NoCut GbR
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Lineup  |  Trackliste

HELL BOULEVARD melden sich nach zwei Jahren mit dem Album „In Black We Trust“ zurück. Härter, düsterer und mehr HELL BOULEVARD sind geboten. Auf ihrem Weg hat die Band ihren Bassisten De Dammers verloren, dieser wurde durch Raul Sanchez ersetzt. Nichts desto trotz ist die Band soundtechnisch in das nächste Level aufgestiegen und hat nichts an Qualität eingebüßt. Das Album präsentiert sich mit der gewohnten HELL BOULEVARD-Düsternis. Die elf Songs sind ein Auf und Ab der Emotionen, mit vielen Einlagen von klassischer Musik,die perfekt mit dem rockigen Sound kombiniert sind.

Der Opener „As Above So Below“ zeigt sich mit Klaviermelodien im Übergang zu harten Parts. Der Sänger Matteo beeindruckt mit noch fieserer und kratzigerer Stimme, als man es gewohnt ist. Diese Eigenschaft zieht sich dabei durch das gesamte Album.

Weiter geht es mit der ruhigen Ballade „Dead Valentine“, die, wieder mit Klavier begleitet, sofort ins Ohr geht. Ein einzigartiger Gothic-Rock-Song, wie wir es von HELL BOULEVARD gewohnt sind.

„The Devil's Ark“ outet sich als düsterer Song, der vom Orchester im Hintergrund die richtige Stimmung verliehen bekommt. Auch hier wurde perfekt kombiniert und ein starker Song erschaffen. Das Zusammenspiel von Akustik und Elektronik ist perfekt getroffen.

Ein weiteres Lied, das sofort durch seine Dramatik ohne Gesang heraussticht, ist „Gods Gone Wild“. Ein Lied für alle Rebellen unter uns.

Das titelgebende Lied „In Black We Trust“ startet mit Blechbläsern und geht über in den gewohnten Gothrock von HELL BOULEVARD hinaus. Definitiv mein Lieblingssong des Albums. Eine tolle Mischung aus harten und ruhigen Tönen machen dieses Lied zu einem einzigartigen Stück.

„Rest Well“ startet ruhig mit einer melancholischen Akustik-Gitarre. Ein Song über einen verstorbenen Freund. Sofort breitet sich Gänsehaut aus. Herausragend sind die Vocals, die in diesem ruhigen und emotionalen Song perfekt zur Geltung kommen.

Die bedrückende Stimmung ist mit „Satan In Wonderland“ sofort verdrängt. Hier bietet sich ein schneller Song mit hartem Schlagzeugrhythmus und passendem Einfluss von elektronischen Tönen.

„Thanks For Nothing“ sagt schon alles: Ein Song an all die Hater und alle, die einem das Leben schwer gemacht haben. Für alle, die gegen den Strom schwimmen und für das kämpfen, was ihnen wichtig ist, der richtige Motivationssong.

Mit „Zero Fucks Given“ endet das Album mit einem Partysong, zu dem man nur mittanzen möchte. Textlich passt die Botschaft eindeutig zu „Thanks For Nothing“.

Allgemein konnte HELL BOULEVARD wieder von sich überzeugen. Nach einem starken Debutalbum folgt nun eine Steigerung, bringt die Band mehr Düsternis und Tiefe zum Ausdruck. HELL BOULEVARD zeigen sich von einer härteren Seite, die in Abwechslung mit den Orchesterparts und den melancholischen Texten in Sachen Goth-Rock mit ihren Genrekollegen durchaus mithalten kann. Zum Schluss ist zu sagen, dass ich HELL BOULEVARD schon vorher zu meinen Lieblingsbands gezählt habe. Es bleibt zu hoffen, dass die Band die Aufmerksamkeit der breiten Masse erhält, die sie verdient hat. Bei HELL BOULEVARD kann man sich durchaus auf weitere Releases und Live-Shows freuen. 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Romana Volderauer (12.05.2019)

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