KETZER - Cloud Collider

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VÖ: 12.04.2019
Bandinfo: KETZER
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Ein apokalyptisches Unwetter braut sich am Himmel zusammen. Die Wolken verschlingen sich gegenseitig und leuchten in blutroter Farbe. Solch einen Eindruck bekommt man, wenn man sich das Albumcover von den Kölner Black Thrasher KETZER ansieht. Das Abbild der neuen Platte „Cloud Collider“ trägt in sich eine gewaltige Verschmelzung zweier Gegensätze in sich. Ob etwas Gutes dabei herauskommt, können uns KETZERs neue Lieder genauer zwitschern.

Wie die Ruhe vor dem Sturm schleicht sich das Intro „The Machine von hinten an einen heran. Langsam, aber bedrohlich malt KETZER ein Bild der Apokalypse. Ein Track später kommt die Band in die Gänge und das Spektakel beginnt. Die furchteinflößende Stimme von Infernal Destroyer (Gitarre), in Begleitung der mächtigen Blastbeats vom Schlagzeuger, lässt den Himmel bluten. Sinner (Gitarre) und Executor (Gitarre) malträtieren ihre Gitarren und peitschen bei „The Wind Brings Them Horses“ wie unkontrollierbare Winde in der Luft herum. 
Trotz des hektischem Chaos gibt das Fünfergespann dem Zuhörer Zeit, das Ganze zu bewundern. „Walls“ oder „Light Dies Last“ versprühen eine unheimliche Ruhe aus, die sich mit radiotauglichen Melodien zu den musikalischen Exkursionen von KETZER einordnen lassen.
Neben den „sanfteren“ Liedern  gibt die Band  ihren altbewährten Musikstil zum Besten. Die deutsche Nummer „Keine Angst“ lässt die Köpfe der Metaller in schwungvoller Rotation peitschen und können locker mit dem Sound von „Satan´s Boundaries Unchained (2009)“ mithalten.

Die deutschen Black Thrasher sind Musiker, die in ihren Ideenreichtum progressiver an die Sache herangehen.  Das bewiesen die Herrschaften mit ihrem letzten Album „Starless“ im Jahr 2016 sehr gut, aber da radikale Veränderungen bei Metallern nicht so beliebt sind, mussten sie dafür heftige Kritiken über sich ergehen lassen. KETZER bringen in „Cloud Collider“ ihre alten und neu gewonnenen Einflüsse in Einklang und schaffen hiermit ein Werk, das die Elemente Thrash, Black und ihre melodiösen Experimente miteinbezieht, ohne in eine der Sparten zu tief hinab zu rutschen. Die Frage, ob die Band sich die Kritik zum vorherigen Album zu Herzen genommen hat, wäre mit „Cloud Collider“ beantwortet. 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (13.05.2019)

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