MADBALL - For The Cause

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VÖ: 15.06.2018
Bandinfo: MADBALL
Genre: Hardcore
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

MADBALL gehören zu den prägenden Bands der New Yorker Hardcore-Szene und sind seit Jahr und Tag ein Garant für regelmäßige und hochwertige Veröffentlichungen. Wo MADBALL draufsteht, ist MADBALL drin - damit hat die Truppe um Freddy Cricien zumindest mich noch niemals enttäuscht. Und um es vorweg zu nehmen – auch das aktuelle Album „For The Cause“ bildet dabei keine Ausnahme und bietet Freunden des klassischen New York Hardcore eine zünftige Vollbedienung.

„For the Cause“ ist zunächst einmal traditionell gehalten und hat alles, was ein gutes MADBALL-Album braucht: eine gute halbe Stunde NYHC-Prügel auf die Ohren, rebellische Lyrics, hochkarätige Gastsänger (hier: Ice-T in „Evil Ways“ und RANCIDs Tim Armstrong in „The Fog“), das ein oder andere in Spanisch vorgetragene Lied („Es Tu Vida“), eine fette Produktion – fertig! Stilistische Änderungen sind seit jeher dünn gesät im Hause MADBALL. Deshalb geizt auch der aktuelle Longplayer nicht mit Traditionsbewusstsein. Von der Grundtendenz her ist die Musik auf „For The Cause“ etwas weniger metallisch und dafür mehr im Stile der älteren Alben gehalten. Anno 2018 wird daher wieder ein wenig mehr alte-Schule-Hardcore-Riffing präsentiert und mit netten Breakdowns verfeinert. Der Sound ist wieder sehr wuchtig geworden, was von dem fett abgemischten Bass noch unterstrichen wird. Freddy Cricien „singt“ hin und wieder mal vereinzelte Zeilen und bringt damit etwas mehr Melodie in seine Shouts. Der Titelsong "For The Cause" endet mit einem lässigen Outro im Reggae-Style, dass Text und Melodie von "Rev Up" aufgreift und damit den Kreis schließt. Obendrein gibt es noch den Bonussong "Confessions".

Die Gitarren auf "For The Cause" wurden nach dem Ausstieg des langjährigen Gitarristen Brian „Mitts“ Daniels von Matt Henderson eingespielt. Henderson war zuvor festes Mitglied bei MADBALL und zuletzt auf dem 2000er Album "Hold It Down" zu hören. Freddy Cricien zu Folge blieb er seinen alten Kollegen immer verbunden und gilt heute noch als Ehrenmitglied der Band. Neben der Klampfenarbeit betätigte sich Henderson auch als Produzent des Albums.

Textlich bewegt man sich in gewohntem Terrain, gibt sich rebellisch (z. B. „Rev Up“) und knallt der Hörerschaft die ein oder andere Ode an die Unbeugsamkeit vor den Latz (z. B. „Old Fashioned“: "I'd rather die standing upright (upright), I'd rather live standing up straight (up straight)"). Aufrichtigkeit, Unbeugsamkeit, Zusammenhalt, ein kleines bisschen Rebellion – das macht viele Lyrics der bekannten NYHC-Vertreter aus. Von diesem Selbstverständnis weichen MADBALL auch nach 30 Jahren im Geschäft keinen Millimeter ab. Abgesehen von kleineren Farbtupfern oder „Experimentchen“ ist im Hause MADBALL alles beim Alten geblieben. Die neuen Songs wirken weder verbraucht noch abgedroschen, machen durchgehend Spaß und dürften jeden Fan der Truppe überzeugen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lord Seriousface (07.06.2019)

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