MAJESTICA - Above The Sky

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VÖ: 07.06.2019
Bandinfo: MAJESTICA
Genre: Melodic Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Der Name Tommy Johansson mag vielen geläufig sein, egal, ob es aufgrund seiner genialen und daher polarisierenden (wie meinen? - Hannibal Lektor) ABBA Cover ist (mein persönlicher Favorit), es mit seiner eigenen Powermetal Band REINXEED zusammenhängt (von der man lange nichts mehr gehört hat), oder weil er seit geraumer Zeit einen der Gitarristenposten bei SABATON übernommen hat. Ein Job bei einer so bekannten Band fordert einen natürlich und so hat man längere Zeit von Tommy und seiner eigenen Band nichts mehr gehört. Nach sechs Jahren hat sich das nun geändert. Es gibt Neues - nämlich eine neue Band namens MAJESTICA (bei der aber Bassist Chris David sowie Gitarrist Alex Oriz auch wieder mit von der Partie sind) und ein neues Album mit dem Titel "Above The Sky".

Kollege Sonata hat bereits vor ein paar Wochen eine Track-by-Track Analyse geschrieben und das neue Album Song für Song in die Tiefe analysiert - ihr findet sie hier.

Ich werde mich daher auf das Wesentliche konzentrieren bzw. das ganze aus meinem Blickwinkel beschreiben.

MAJESTICA stehen auf jeden Fall für gekonnten Powermetal, wie man ihn aus dem hohen Norden gewohnt ist. Die Stücke sind melodiös und variantenreich. Es gibt verspielte und gekonnte Riffs und Soli, lässige Bassläufe, bombastische Höhepunkte für ein episches Erlebnis und treffend gesetzte und gespielte orchestrale Einsätze. Beim Songwriting wird nichts ausgelassen: man hat die Gegensätze hart und zart, schnell und langsam, hoch und tief. Dazu die reinen Vocals von Tommy sowie die zahlreichen Choruseinlagen zwischendurch und bei den Refrains. Wie erwartet bietet Tommy hohe Screams, normale Gesangseinlagen und seine unverwechselbare, fast schon opernhafte Stimme. Anders formuliert, es werden alle Stückerl geliefert, die man sich von dem Namen hinter MAJESTICA erwartet.

Anspieltipps:

Als Paradebeispiel für den Powermetal der Jungs möchte ich "Rising Tide" nennen. Die Nummer ist nicht die schnellste, liefert aber alles, was das Herz des Powermetal-Fans begehrt.

Für den Kollegen Sonate so ziemlich der Tiefpunkt des Albums, mir jedoch gefällt diese sehr: "Night Call Girl" ist gewissermaßen im Trend, denn es ist dieser Disco-Metal-Sound, der in letzter Zeit von vielen Power Metal Bands entdeckt wird. Der Song geht sehr ins Ohr, groovt enorm und ist daher natürlich den Metal-Fans ein absoluter Dorn im Auge. Ein Stück, das auf jeden Fall polarisiert.

Das bringt ein Schmunzeln auf die Lippen: "Father Time" ist ja schon länger rumgegeistert, jetzt ist es auf ein Album gebannt. Es werden Melodien bekannter klassischer Komponisten dafür vergewaltigt bzw. der Bogen spannt sich bis zu QUEEN. Ein interessantes Sammelsurium.

Fazit: absolut eine gute Scheibe!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (05.06.2019)

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