PRETTY WILD - Interstate 13

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VÖ: 31.05.2019
Bandinfo: PRETTY WILD
Genre: Melodic Hardrock
Label: Black Lodge Records
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Lineup  |  Trackliste

PRETTY WILD aus Malmö formierten sich 2007 als 80er Sleazerock vor allem in Schweden gerade ein fulminantes Revival erlebte. Eine Demo mit drei Songs erregte einige Aufmerksamkeit, sodass bald die Aufnahme eines Longplayers in Angriff genommen wurde. Zuvor musste noch die Neubesetzung am Mikro durchgeführt werden und mit Frontmann Ivan Höglund wurde ein wahrer Glücksgriff getan, denn es ging mit PRETTY WILD steil nach oben. Das  Album "All The Way" wurde in der Branche äußerst wohlwollend aufgenommen und erreichte  die schwedischen Charts und belegte den dritten Platz in der Rock-Hauptkategorie.
Nach ausgedehnten Touren und einem Wechsel an der Leadgitarre (Axl Ludwig ersetzte Krizzy Fields) warf die Band den selbstbetitelten Nachfolger auf den Markt, der wieder beste Kritiken erhielt und sogar als die wichtigste Veröffentlichung des Jahres 2014 in der Kategorie Hardrock in die Top 10 aufgenommen wurde. Auch wenn PRETTY WILD in der Zeit danach nicht untätig war, dauerte es doch fünf Jahre zu „Interstate 13“. 
Was die Klassifikation der Musik betrifft habe ich eine etwas andere Meinung als viele andere, die PRETTY WILD in die  Glam / Sleaze-Metal - Schublade steckten. Dazu fehlt mir das dreckige, das raue und ungeschliffene Element, das nur ansatzweise in einigen Songs durchschimmert. Für mich siedelt sich „Interstate 13“ eher im traditionellem Melodic-Hardrock der Marke TREAT, BROTHER FIRETRIBE, ECLIPSE, H.E.A.T, BAI BANG oder DANGER DANGER, mit nur leichtem Sleazeeinschlag an. 
Beste Beispiele hierfür sind Rocksongs wie Opener „Let’s Get It Out“ oder „Ment For Trouble“ und „Stand My Ground“ denen eingängige Refrains, coole Riffs und flotte Melodien gemeinsam sind. Absolute Highlights sind die ausgesprochen radiotauglichen, durch die süßliche Vocaldarbietung auch für AOR Fans hörenswerte Songs „The Way I Am“ und „Superman“. Beim semiakustischen „Wild And Free“ wird gekonnt das Gas zurückgenommen, während mit „Thanks To You“ eine triefende, 80er Ballade geboten wird. „Shot Me Down“ und I Love It“ haben den erwähnten leichten Sleazeeinschlag und der harte Riffrocker "Break Down The Walls" beschließt ein kurzweiliges und äußerst unterhaltsames Album, das alle Fans der oben erwähnten Bands erfreuen wird. 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (05.06.2019)

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