MALUM - Legion

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VÖ: 31.05.2019
Bandinfo: MALUM
Genre: Black Metal
Label: Regain Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Die Lunte ist verbrannt und die Kanone explodiert. Die finnische Band MALUM hat das Rohr mit einer gewaltigen Ladung Black Metal vollgestopft. Trotz zweijähriger Wartezeit auf das neue Album „Legion“ schoss die Band in der Zwischenzeit eine Salve aus zwei Splits, einer Compilation und einer Demo, die nur dem lieben Herren Luzifer gewidmet ist, ab. Inhaltlich haben MALUM ihr Ziel nicht geändert, sondern sind nur leicht davon abgewichen, denn dieses Mal sind die grausamen Schlachten der Legion des gefallenen Engels in den Vordergrund gestellt.  

Das Fünfergespann stürmt in hohem Tempo mit wuchtigen Blast Beats und melodiösen Saitendreschen nach vorne. Tyrant (Vocals) kreischt von einem Sonnen verschlingenden Drachen nach der christlichen Offenbarung des Johannes, während er von dem schmetternden Basstrommeln von Harri Hakala (Schagzeug) angetrieben wird. Beim Opener geht MALUM nicht so schnell die Puste aus und verstummt erst nach knappen zehn Minuten. Die Finnen kommen mit „Days Of Slaughter And Destruction“ einmal so richtig in die Gänge.
Zu Beginn bringt eine kleine Synthesizermeldoie ein bisschen Abwechslung zu dem abrupten Haudrauf-Dreschen. Das Schlusslicht von „Legion“ bildet das in Finnisch gesungene Lied „Ajattoman Viisauden Loistessa“ (zu Deutsch "In der Flut der zeitlosen Weisheit"). Im Vergleich zur „luziferianischen“ Thematik des Albums, scheint die letzte Nummer ein philosophisches Anhängsel zu den erzählten Geschichten sein.

Geschossen haben MALUM aus allen Rohren, aber einen perfekten Treffer haben sie damit nicht gelandet. Das Album unterscheidet sich von seinem Vorgänger deutlich, jedoch in eine Abwärtsspirale. Längere Lieder bedeuten nicht unweigerlich bessere Qualität der Musik. Die oberflächliche Auseinandersetzung mit der christlichen Religion erschwert es dem Zuhörer, sich auf die Musik einzulassen. Nach der rohen Gewalt von „Night Of The Luciferian Night“ hätte ein inhaltlicher Tiefgang in die Thematik über Luzifer gut getan. Wer sich die Schokoladenseite von „Legion“ anhören möchte, sollte mit „Days Of Slaughter And Destruction“ beginnen. Auch wenn das Lied am kürzesten ist, sind die fetzigen Gitarren Riffs, in Kombination mit den Synthesizer Sample, ein wahrer Ohrenschmaus.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (17.06.2019)

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