ETERNITY'S END - Unyielding

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VÖ: 22.03.2019
Bandinfo: ETERNITY'S END
Genre: Power Metal
Label: Ram It Down Records
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Lineup  |  Trackliste

ETERNITY´S END - nach dem Erstling "The Fire Within" (hier das Review) eine Ausgeburt an Keyboard-Klampfen-Schlachten und speediger Melodik und als solche auch in Erinnerung. Und obwohl der Nachfolger "Unyielding" wohl auch ebensolches wieder verspricht, mag man neugierig sein. Der Kopf der musikalischen "Missetaten", Christian Münzner, hat mal eben das Gros der Besetzung ausgetauscht, um seinen musikalischen Ansprüchen gerecht zu werden. Neuer Sänger, der noch weiter in astronomische Höhen getrieben werden sollte, ein zweiter Songwriter, der gleichzeitig versiert an der Klampfe frisch-fröhlich mitmischt oder SYMPHONY X´s Mike LePond - Chef Münzner hat sich wohl etwas dabei gedacht. Härter, treibender, dreckiger, sollte es werden, ohne die Grundrechte des Power/Melodic Metals zu verletzen. Na, dann aufgepasst und hingehört. 

Vorangestellt sei nun allerdings: Obwohl sich ETERNITY´S END noch mehr in speedige Gefilde gewagt hat, erfüllt die neue Scheibe in etwa so alle Klischees des Genres - und wer das nicht mag, wird sich an der Scheibe nicht erfreuen können. Stimmlich wird auf Höhe gesetzt. Was phasenweise fast schon ein wenig anstrengend klingt, wenn die astronomische Höhe gefühlt herausgewürgt wird (aber definitiv zu den Gesangskünsten des Vokalisten Iuri Sanson gehört), klingt gleichzeitig und vor allem in etwas angenehmeren Tonlagen vollkommen stimmig und gut gesetzt. An Klanggewittern an Tasten und Saiten wird natürlich nichts ausgelassen und auch hier wird der Platz auf der Scheibe vollends ausgenutzt. Ausreißer vorhanden, aber selten. Zeit zum Durchatmen ebenfalls. Da freut man sich schon über ein ruhigeres "Horizonless", das nicht nur hymnisch angehaucht, sondern auch stimmlich tiefer gehalten ist. 

"Unyielding" hat sich ein Konzept zur Aufgabe gemacht, über das man hier bei Interesse mehr im Interview von Christian Münzner nachlesen mag. Musikalisch jedenfalls kommt man hier mit einem soliden Werk aus, das im Vergleich zum Vorgänger noch ein ganzes Stück gewachsen ist. Breiter gemessen, aber dem Kerngeschäft treu, hört man doch immer wieder verschiedene Einflüsse heraus und trotzdem wirkt die Scheibe wie aus einem Guss. Ein wenig schade ist es, dass die einzelnen Songs - bis auf Ausnahmen - zu nahe aneinander liegen, sich fast ein wenig zu sehr im Aufbau ähneln, obwohl es an musikalischer Qualität nichts zu meckern gibt (auch nicht an der Stimme, wie man vielleicht durch oben geschriebene Aspekte vermuten mag - Höhe ist eben einfach nicht jedermanns Sache und somit vollkommen subjektiv. Man soll nur wissen, worauf man sich einlässt). 

Eines allerdings ist amtlich. Die Scheibe unterhält. Ist gut brauchbar und sehr solide. Nur eben kein Meilenstein, aber dieser Anspruch war auch keineswegs erhoben worden. Und ETERNITY´S END wird auch gut unterhalten, sollten Münzners Pläne durchkommen, sich damit live zu verlustieren. 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lisi Ruetz (22.06.2019)

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