DAMIM - A Fine Game Of Nil

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VÖ: 28.06.2019
Bandinfo: DAMIM
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Czar Of Crickets
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

2016 gab der Brite Nathal Underwood (Gesang, Gitarre) die Wiederauferstehung der damaligen Band DĀM bekannt. Nach drei Jahren und einer kleinen Namensänderung später präsentiert DĀMIM sein neues Full-Length Album „A Fine Game Of Nil“. Ein hasserfülltes Album, das jeden Tech Death Thrasher mit Geschossen durchlöchert.

Der Hass der Juden sitzt tief in ihren fundamentalistischen Herzen und sie werden auch den Verursacher ihres Schmerzes niemals verzeihen. Nein, ich rede nicht von Nazis, sondern von einer Begebenheit, die sich vor tausenden von Jahren ereignete. Die britische Band DÄMIM (hebräisch, zu dt. Blutvergießen) nehmen das kriegerische Nomadenvolk der Amalekiter ins Visier, um den Überfall auf die Juden näher zu erläutern. Moses Volk vergisst nie ihr Leid und das lässt DĀMIM die Verantwortlichen deutlich spüren. Flow Toulman (Schlagzeug)  feuert präzise Geschosse in den Körpern der Amalekiter, während Nathanal Underwood (Gesang) Abschussbefehle auf vielfältig Art erteilt. Laut dem Frontman selbst versucht er mehr Vielfalt in sein Gesangstechnikrepertoire zu etablieren, das sich durch Black Metal-Kreischen bis hin zu tiefem Deathgrunzen auszeichnet.
Das Zusammenspiel von Edd Amos (Gitarre) und Faust Perez (Bass) ergänzt sich ziemlich gut. Je höher sie die Noten am Griffbrett setzen, desto öfter verteilen sie präzise Kopfschüsse, die bis tief in den Gehörgang vordringen. Setzt jedoch das Solo ein, verfehlen die Geschosse des Basses das Ziel und bleiben ungehört. 

DĀMIM weiß, wie man den Hass eines leidenden Volks in Szene setzt und liefern ein wutentbranntes Album, das mit musikalischer Waffengewalt nach Vergeltung schreit. Ihre Message ist deutlich wie man bei „Descandent of Amalek“ hören kann und kommt sehr authentisch rüber. Aber, vor lauter Wut im Bauch, schleppt sich der Bass bei den Blastbeat-Stellen oder geht sogar bei den Soloparts im Gesamtklang unter. 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (28.06.2019)

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