ABYSMAL GRIEF - Mors Eleison

Artikel-Bild
VÖ: 25.06.2019
Bandinfo: Abysmal Grief
Genre: Doom Metal
Label: Iron Bonehead
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Die Fenster werden verdunkelt, der Tisch in der Mitte platziert und die diabolischen Beschwörungen entfleuchen den flüsternden Mündern der zwilichtigen Kapuzenträger. Nichts ist dabei so wichtig wie die düstere Atmosphäre, die einem den Schauer über den Rücken laufen lässt. Die italienische Band ABYSMAL GRIEF ist der Experte für gruselige Stimmung und legen vor ihrem kommenden Split „Legione Occulta/ Ministerium Diaboli“ mit der re-mastered Version von „Mors Elesion“ einen noch einen drauf.

Gefeiert wurde das Original von „Mors Eleison“ schon im Jahre 2006 und die Italiener heimsten damals gute Kritiken dafür ein. In diesem Album spiegelt sich das komplette orchestrale Horrorkabinett von ABYSMAL GRIEF wider. Einsame Basslines, die später von mystischen Klängen untermalt werden. Das schaurige Szenario baut im Opener „Mors Eleison“ wunderbar auf bis eine Kirchenglocke ins Lied hineinschleicht und Labes C. Necrothytus' (Gesang, Keyboard) tiefe Basstimme in der Dunkelheit ertönt.  „Occultism“ ist eine Hommage an den italienischen Musikers Paolo Catena alias „Paul Chain“ [PAUL CHAIN THEATRE, PAUL CHAIN, DEATH SS], der in der Undergroundszene der 80er bekannt war. ABYSMAL GRIEF sorgen mit „Shroud“ für mehr entspanntere Gruselstimmung, in dem es sogar ein Paar unheimliche Sprechaufzeichnungen von Stimmen vorkommen. Tief in der dunklen Seele des Doomspektakels verbirgt sich ein psychodelischer Klang, der sich durch die Soundeffekte kennzeichnet. Das Schlusslicht „Mysterium Umbrarum“ trifft diesen Klang sehr gut und rundet das Album somit gut ab.

Heutzutage ist Doom Metal  ein dehnbarer Begriff. Der von Zeitlupendröhnen bis hin zu heftigstem Bluesgedudel reicht. ABYSMAL GRIEF hat sich eher im Erstgenannten angesiedelt, aber sie selbst können sich von dem psychodelischen Klang nicht gänzlich losreißen. Auch wenn die etwas munteren Doom und Stoner Bands ihren Aufschwung erleben, kann man auch die alten liebgewonnen Italiener mit ihrem Hang zu Horror gerne mal den anderen vorziehen. Anstatt den Joint könnte man probieren, die Kerzen auf seinem Seáncetisch anzuzünden und sich von der langsam treibenden Musik verführen lassen.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (03.07.2019)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Rock Shock Theatre
ANZEIGE