CONSECRATION - Fragilium

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VÖ: 28.06.2019
Bandinfo: CONSECRATION
Genre: Death/Doom Metal
Label: Solitude Productions
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Melodien von CONSECRATIONs neuem Album sind die Schlummerlieder, die einen mit angenehmen Klängen in die Unterwelt verschleppen. Nach fünf Jahren und einer Compilation später haben die Briten dieses Mal ein unheimliches Bündel Gute-Nacht-Lieder hervorgebracht. Das Full-Length Album namens „Fragilium“ ließ mich letzte Nacht von merkwürdigen Dingen träumen, aber der liebe Herr Tod hat unser Meeting leider verschlafen. 

Die melancholischen Melodien, die nur von dem brummenden Bass durch das Lied getragen werden, versetzen einen in Unruhe. Auch wenn diese noch so einschläfernd klingt, hält sie einen jedoch in einer Art Trancezustand gefangen. Der Opener „Darkened Slumber“ ist ein langsamer Aufbau, der sich bis zum nächsten Track „A Sentinel For The Fragile“ hindurchzieht. Aufgrund des abrupten Einsatzes von Liam Houseagos (Gitarre) und Andy Matthews (Gitarre) Gitarren, verpasst es dem Lied einem den Todesstoß. Der Schlagzeuger hat sich allmählich aufgewärmt und treibt nun CONSECRATION auf voran.
Der Zuhörer befindet sich zwischen zwei Welten, wo er weder sehen, riechen oder etwas schmecken kann. In „in Somnius Ego Morrior (In My Sleep I Die)“ gibt es stellenweise stille Parts, die einen auf weitere Lebenszeichen von den Musikern warten lassen. In äußerst langsamen Tempo gibt CONSECRATION der Einsamkeit freien Lauf bis schlussendlich Daniel Bollans (Gesang) Stimme mit langenanhaltenden Grunzlauten einen das Fürchten lehrt. 

Vom Kontext her verschleppt die britische Truppe den Zuhörer in eine Welt zwischen Leben und Tod. Ihre Musik besteht aus einem guten Mix aus Doom Elementen, die durch das Growling eine Deathnote bekommt. Der minimalistische Einsatz der Instrumente ist immer ein gern gehörter Ohrenschmaus, jedoch wären einige Soundeffekte, die für atmosphärische Stimmung sorgen, wünschenswert gewesen.  Nichts spiegelt die Einsamkeit so perfekt wider wie die Totenstille, aber ein dramatisch inszenierter Aufbau würde „Fragilium“ noch das gewisse Etwas verleihen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (08.07.2019)

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