ICE VINLAND - Asgard Steel

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VÖ: 30.08.2019
Bandinfo: ICE VINLAND
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Seit über zwanzig Jahren beglücken ICE VINLAND ihre kanadische Fangemeinde nun bereits mit ihrer Interpretation von epischem Classic Metal. Sehr viel davon dürfte allerdings bisher nicht über den großen Teich nach Europa geschwappt sein. Über Pure Steel Records wurde 2011 das Debütalbum "Masters Of The Sea" von 1998 als Vinyl neu aufgelegt und ähnlich verhält es sich nun mit der erst dritten Veröffentlichung "Asgard Steel", welche im Vorjahr in Eigenregie als CD verbreitet wurde und nun ausgerechnet als Vinyl auch in Europa Wurzeln fassen soll.

Anhand dieses Werdegangs lässt sich schon erahnen, dass wir es bei ICE VINLAND mit einer Band zu tun haben, die vor allem Metal-Puristen zu ihrer Zielgruppe zählt. Die große Bühne erreicht man mit solchen Marketingstrategien sicher nicht - vor allem wenn man so wie ICE VINLAND innerhalb der eh schon engen Metal-Nische eine noch kleinere Nische bespielt: Epic Metal soll es sein, ähnlich wie MANILLA ROAD, nur anders. Zur grundlegende Ausrichtung gesellt sich nämlich eine thematische und teilweise auch instrumental hörbare Nähe zu nordischer Mythologie. Die Songs sind ausufernd, sperrig (andernorts werden sie auch als "progressiv" beschrieben, was ich so nicht unterschreiben würde) und flirten gerne mit Thrash Metal der alten Schule. Das alles klingt - nun ja: Genau so! Irgendwie vermengen die Kanadier viele Zutaten in ihrem Gebräu und rumpeln ohne Rücksicht auf Verluste durch Songs in Überlänge. Das fordert vom Hörer volle Aufmerksamkeit, da es kaum griffige Hooks gibt, an denen man sich festhalten könnte. Dazu kommt, dass Sänger Damian Leif zu heftiger Übertreibung bei der Auslotung seiner stimmlichen Möglichkeiten neigt. Und so erfreut man sich als unbedarfter Hörer an den etwas geradlinigeren Tracks wie etwa dem "Patriot's Song", welcher aber zugleich nicht ausgereift und etwas überhastet wirkt.

So ganz erschließt sich mir nicht, warum "Asgard Steel" unbedingt als Vinyl verbreitet werden muss - dieses Unterfangen dürfte schon für ein einfaches CD-Release schwierig genug sein. Das wäre jetzt übrigens die Stelle des Reviews, an der das auffallend schöne Artwork erwähnt wird, welches man sich als Schmuckstück gerne ins Plattenregal stellt - aber naja! Drücken wir es positiv aus: Luft nach oben in jeder Hinsicht.

 



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: adl (26.08.2019)

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