CRYSTAL BALL - 2020

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VÖ: 02.08.2019
Bandinfo: CRYSTAL BALL
Genre: Melodic Hardrock
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

CRYSTAL BALL gehören zu den absoluten Arbeitstieren unter den Musikern, denn seitdem Sänger Steven Mageney zur Truppe gestoßen ist, kommt in sehr absehbaren Abständen neues Material raus. Nun also ein lahmes Best of? Buuuuh! Oh, Moment! Kein lahmes Best of im klassischen Sinne, nein. "2020" bietet uns zehn Tracks aus der Pre-Steven-Ära, die komplett neu arrangiert und aufgenommen worden sind, währen die zweite Disc die aktuelle Ära bedient, wo ebenfalls ein paar Tracks neue Arrangements bekommen haben. Die Jungs haben wohl scheinbar einfach Bock!

Als Jemand, der mit dem Album-Opener seinerzeit Fan geworden ist, war ich natürlich sehr gespannt, wie die Jungs um Steven ihren aktuellen Sound auf die alten Songs packen. Schön, dass bei "Hellvetia" das idyllische Intro wieder Einzug gefunden hat, das dem Hörer das Gefühl gibt, er würde hier in fröhliche Gefilde eintauchen. Aber dann liebe Freunde... ja dann gibt es ordentlich vors Fressbrett! CRYSTAL BALL sind über die Jahre hinweg eher heavier geworden und das merkt man dem alten Song in neuem Gewand auch an. (btw UNBEDINGT das fantastische Video anschauen!). Steven leistet ganze Arbeit und präsentiert uns den Song mit einer anderen Farbgebung, ohne das Original dabei zu vergessen. Das epische "He Came To Change The World" stammt wohl vom powermetallischsten CRYSTAL BALL Album ("Timewalker") und das wurde auch auf die Neuinterpretation übertragen. Der frische Sound steht den Songs gut und so bildet auch diese Nummer keine Ausnahme. Einer der eher ungewöhnlichen Songs ist "Mozart Symphony", der einen völlig eigenen Sound anstrebt und das auch mit der Neuauflage tut. Mir gefällt nach wie vor, wie das sanfte Piano in diese Energiewand aus Gitarren mündet. Der Refrain wirkt hier tatsächlich etwas gebremster als beim Original, da hätte ich mir etwas mehr Druck von Steven gewünscht. Mein absoluter Lieblingstrack aus der gesamten Diskografie ist "Forever And Eternally" und dementsprechend hoch war hier die Fallhöhe. Allerdings gab es da nicht wirklich einen Grund zur Besorgnis, denn Scott Leach und Co. liefern hier eine astreine Covernummer ihres eigenen Songs ab. Hier wurde der Zeitgeist perfekt eingefangen und der Chorus wirkt insgesamt etwas majestätischer als beim Original, was vielleicht am fetteren Backgroundgesang liegt. Sehr geil!

"2020" ist kein glanzloses Best Of und auch CD2 überrascht mit ein paar kleinen Änderungen, obwohl die Songs ja noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel haben. Die Klassiker wurden wunderbar neu interpretiert, auch wenn nicht alles nach meinem Geschmack ist. Das muss es aber auch gar nicht! Ich finde es toll, was CRYSTAL BALL für eine Arbeit in dieses Album gesteckt haben und allein das verdient Anerkennung!



Ohne Bewertung
Autor: Sonata (03.08.2019)

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