JAILBIRDS - The Great escape

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VÖ: 05.07.2019
Bandinfo: JAILBIRDS
Genre: Rock
Label: GOLDEN ROBOT
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Lineup  |  Trackliste

"Why fix something that ain't broken?" Das scheint das Motto zu sein, wenn die 4JAILBIRDS ihren Sound zum Besten geben. JAILBIRDS, das ist ein halb australisch, halb irisches Quartett, was ja eigentlich schon fast ein klischeehafter Garant für mitreißenden und dreckigen Rock ist. Oder? Und so stürzen sich die Vier in ihr Debut Album „The Great Escape“ und hauen alles rein, was Rock ‘n Roll an Einflüssen so zu bieten hat. Da ist z.B. der Titeltrack, der sich stark an die Riffs von den Landsleuten AIRBOURNE anlehnt und auch die erste Singleauskopplung „Nothing Good Lasts Forever“, klaut im Einstieg schon schamlos von AC/DC’s „Thunderstruck“. Dann gibt’s da noch „Thrill Of The Chase“, bei dem ich so ein bisschen THE WHO raus höre. Weitere Vorbilder sind THIN LIZZY und ROSE TATTOO. Damit wären seitens Irlands und Australiens einige Klassiker dann ja mal abgedeckt. Ist das nun einfallslos oder Tribut? Letzteres würde ich sagen. Die McDonald-Brüder Alex (Vocals & Lead Guitar) und Jay (Drums) drücken zusammen mit Ed Orr (Rhythm Guitar) und Jamie Trimble (Bass) durchaus auch ihren Stempel auf ihre Musik... und ihre Eier. Denn eines will gesagt werden: in den Tracks steckt jede Menge Attitude und man spürt, dass sie meinen, was sie da aufführen; geht es in dem Album doch hauptsächlich um den Kampf, es ganz nach oben im Musikgeschäft zu schaffen, mit allen Hindernissen und Rückschlägen. Das drückt sich in Adrenalin geschwängerten, Vollgas gebenden Tracks wie "The Pilot" und "Loose Cannon" aus, genauso wie in den abgebremsten, bluesigen Nummern wie "Underdog" und "Shadow Of Love" aus. Schöne stimmliche Harmonien und sehr melodischer Sound injizieren dem Album leichten Dauerschleifen-Charakter. Gefälliger Rock halt; schnörkellos, erdig, fun. Acht Titel mögen auf den ersten Blick etwas wenig erscheinen, erweisen sich aber durchaus als genug. Lieber so, als schwache Lückenbüßer aufzunehmen, um das Album fetter zu machen.
Wer also die oben erwähnten Bands gerne hört, sollte sich durchaus auch "The Great Escape" gönnen. Und auch wenn einige denken mögen, dass man sich zu dicht an den Vorbildern orientiert hat. So what? Schon Oscar Wilde sagte ganz treffend:  "Imitation is the sincerest form of flattery."

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Betti Stewart (18.08.2019)

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