FREEDOM CALL - M.E.T.A.L.

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VÖ: 23.08.2019
Bandinfo: FREEDOM CALL
Genre: Melodic Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Jubiläum bei FREEDOM CALL. Mit Album Nummer zehn wird das 20-jährige Bestehen der Band gefeiert.
An alle FREEDOM CALL Kritiker: ja, sie leben noch und ja, sie spielen noch immer das gleiche wie vor 20 Jahren (fröhlichen Power Metal, mit lässigen Hooks, viel Keyboard und eingängigen Vocals sowie Mitsing-Songs mit Hymnen-Charakter). Also dürfen sich die einen erneut aufregen, weil die Band das nächste klischeetriefende Album auf den Markt bringt, und die anderen freuen, weil die Band auch bei "M.E.T.A.L." absolut nichts auslässt. Und das fängt schon beim Titel des Albums an, weil ein Power-Melodic-Metal Album dem Namen des Genres zu verpassen, sagt eine Menge aus und ist mutig.

Wer nun FREEDOM CALL seit längerem verfolgt, weiß aber, dass die Band nicht alles tierisch ernst nimmt, und ich bin mir sicher, dass diese Wortwahl mit einem Augenzwinkern genommen wurde - wahrscheinlich auch, um wieder die Diskussionen anzuheizen, weil sonst wäre das Ganze ja fad wenn es nichts zu meckern gäbe.

Welche musikalischen Highlights haben sie diesmal zu bieten:
Auf jeden Fall ist die Hymne "M.E.T.A.L." besonders hervor zu heben. Nicht nur, weil es ein perfekter Mitstampf und -klatschbeat ist, sondern weil für diesen Song zwei Schlagzeuge spielten und aufgenommen wurden und somit ein Teil links und das andere rechts aus den Kopfhörer oder Lautsprechern dröhnt. Gründungsmitglied Daniel Zimmermann und Kevin Kott sind die beiden Wirbelwinde, die diesen einmaligen Sound an ihren Schlagwerken erzeugten.

Auch noch aufgefallen ist "One Step Into Wonderland", weil sehr melodisch und mit interessantem Wechselspiel aus Metal und ruhigeren Parts.

Dann gibt es die obligatorischen rasanten Songs mit ratterndem Double-Bass, Fingerfertigkeit bei den Soli sowie Fingerspitzengefühl wie "Days Of Glory" oder "Ronin", einen Song für alle Einhornfans "Ace Of The Unicorns" (ich kannte bisher nur "Ace Of Spades") oder das gut gelungene Power-Metal-Stück "111", das der Opener für dieses neue Album ist und gleich einmal den Weg ebnet.

Die typischen "tatatamm - tatatamm" Nummern gibt es natürlich auch, höre zum Beispiel "Sail Away", das mit dieser Spielweise auf jeden Fall das oben angesprochene Klischee beliefert.

Weil wir Jubiläum haben, gibt es das neue Album nicht nur "normal" sondern auch in diversen Special Editions (Jewel Case, LP-Set, Boxset), in denen unterschiedliche Gimmicks enthalten sind.

Fazit: auch nach 20 Jahren hört man den Musikern die Spielfreude an und die Melodie fährt in die Beine, sodass man ordentlich shaken kann. FREEDOM CALL verstehen sich auf Groove, Melodie und guten Gesang/Chorus. Sie liefern alles, was der Happy bzw. Party-Metaller braucht und ich bin mir sicher, dass sie in dieser Art noch mal 20 Jahre weiter machen werden/können. Und sei es nur, um wieder zu polarisieren.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (02.09.2019)

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