LEE AARON - Power, Soul, Rock'n'Roll

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VÖ: 20.09.2019
Bandinfo: LEE AARON
Genre: Hard Rock
Label: Metalville
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Lineup  |  Trackliste

LEE AARON präsentiert uns mit „Power Soul Rock’n’Roll“ ein Live Album, das 2017 während ihrer Deutschland Tour aufgenommen wurde. Es finden sich darunter alte Songs aus ihren ersten Jahren genauso wie neue Nummern von den letzten Alben bzw. die Cover-Songs, die sich 2018 auf „Diamond Baby Blues“ finden. Bei dem Querschnitt über mehrere Jahrzehnte kommen sowohl alte, als auch neue Fans zum Zug.

Das Album hat eine gute Live-Qualität, die Stimmung der Fans kommt toll rüber. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Lees Rock Stimme, die einerseits zu groovigem Rock und funky Beats, andererseits zu souligen und bluesigen Nummern ertönt.

Eröffnet wird mit Pianoklängen und dem DEEP PURPLE Song „Mistreated“. Lee legt vollen Fokus auf ihre ausdrucksvollen, leicht rauen Vocals und lässt die Nummer sehr bluesig erklingen. Die Instrumente treten zu ihren Gunsten hier mal nur im Hintergrund auf. Das danach folgende „Tomboy“ rockt ordentlich und jetzt darf auch die Band voll mitwirken.

Bei „Rock Candy“ fehlt mir ein wenig das Melodische, die Nummer wirkt live sehr abgehackt. „Metal Queen“ ist - wie der Name sagt - härter als viele andere Stücke, aber nicht das, was man jetzt echt unter „Metal“ verstehen würde. Lee und ihre Band begeben sich soundtechnisch lieber in die funky/groovige Richtung wie z. B. bei „Fire And Gasoline“ oder liefern den erdigen Rock, für den sie seit ihren Anfängen steht. So macht sich „Powerline“ echt gut, hier spielt und singt man melodischen Rock, der ins Ohr geht und die Fans mitnimmt. Lee rockt sich auch noch durch „Some Girls Do“, „Sex With Love“, „Watcha Do To My Body“ und „Diamond Baby“.

Wirklich gut kommt der Blues bei “I’m A Woman”, das hat sie einfach perfekt drauf. Aber auch die soften Pianoklänge zu „Barely Holdin On“ sind nicht ohne, läuten sie doch eine Power Ballade ein, die durch ein melancholisch-tragisch jammerndes Gitarrensolo in Erinnerung bleibt.

Gut auch der Schlusssong „Hot To Be Rocked“. Nochmal ein Stück, das in die Beine fährt und die Fans zur Party anregt.

Auf diesem Live-Album, das seit vielen Jahren das erste ist, versteht es die Kanadierin Stimmung zu machen. Sie ist auch nach mehreren Jahrzehnten noch ein Ass auf der Bühne – ein bisschen selbstverliebt vielleicht, weil der Fokus so oft auf ihrer Stimme liegt, aber es hat halt seine Gründe, dass die Band nach ihr benannt ist.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (15.09.2019)

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