RESTLESS SPIRIT - Lords Of The New Depression

Artikel-Bild
VÖ: 12.07.2019
Bandinfo: RESTLESS SPIRIT
Genre: Doom Metal
Label: Unbekannt
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die New Yorker Doomband RESTLESS SPIRIT ziehen aus dem zähen Sumpf einen Juwel namens „Lord Of The New Depression“ hervor. Nach den Selbstfindungsphasen als WITCHTRIPPER (2015-2016) und DEATH METAL POPE (2016-2018), präsentieren die Doom Aficionados unter neuem Namen ihr Debüt. Das Vierergespann erheben ihre modernden Körper und spielen an die Grenze des trägsten Genres der Metalszene.

Zum Auftakt baut sich die Stimmung des instrumentalen Intros stetig auf und wird von einer klagenden Gitarrenmelodie dominiert. Sind die jammernden Noten langsam abgeklungen, lösen sie sich in den groovigen Riffs von „Less Than Human“ auf. Je mehr man in den Sumpf von RESTLESS SPIRIT eindringt, desto exzentrischer werden Camerin Tidmans (Gitarren) Gitarrenstil. Die Melodien geraten immer mehr in Unruhe und explodieren in hohe Geschwindigkeiten, wie man in „Lord Of The New Depression“ hören kann.
Während den mehrmaligen Namensänderungen der Band, hat die Stimme von Father Damn (Gesang, Gitarre) ebenfalls eine Entwicklung gemacht. Er hat sich von dem tiefen Grunzen weiter entfernt und tendiert eher zu einem kratzigen Rockgesangstil, der im Doom der 90er oft verwendet wurde. Das gibt RESTLESS SPIRIT den nötigen Schwung, um aus der Musik den letzten Patzen an Groove herauszubekommen.

Für Verwirrung stiftet jedoch der Track Miserable Existence/Unrest, denn er wurde als Einziger identisch zur früheren Version ins Debüt aufgenommen. Im Vergleich zum Rest von „Lord Of The New Depression“ wirkt das Lied eher wie ein Lückenfüller, als ein Teil eines Konzepts.

Die amerikanischen Doommetaller haben schlussendlich ihren eigenen Stil gefunden und können sich damit hören lassen. Auch wenn knapp die Hälfte des Albums aus altbekannten Songs der vorherhigen Bands, besteht, wirken sie, wegen ein Paar Veränderungen in ihrem Sound, nichtwie Schnee von gestern.  Abgesehen von dem Relikt aus der DMP-Zeit , lässt sich das Full Lentgh Album von RESTLESS SPIRIT den gemächlichen Metalhead in die Tiefen der zähen Klänge des Dooms unterhaltsam eintauchen und sorgt mit exzentrischen Gitarresolos für aufregende Überraschungsmomente.
 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (11.09.2019)

WERBUNG: KORN - The Nothing
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE