FREAKS AND CLOWNS - Freaks and Clowns

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VÖ: 25.10.2019
Bandinfo: FREAKS AND CLOWNS
Genre: Heavy Metal
Label: Metalville
Lineup  |  Trackliste

Bei FREAKS & CLOWNS handelt es sich um eine Newcomer-Band, die allerdings aus lauter alten Hasen der skandinavischen Szene besteht und die jetzt ihr Debütalbum vorlegt.

Johan Lindstedt war Gründungsmitglied von ASTRAL DOORS und traf 2017 in einem Studio auf den schwedischen Sänger Chrille Wahlgren. Bei diesem Aufeinandertreffen wurden Songideen ausgetauscht und es hat sozusagen zwischen den beiden gefunkt, woraufhin der Entschluss gefasst wurde, etwas auf die Beine zu stellen. Schnell noch ein paar Mitmusikanten organisiert und los ging es mit der Arbeit am Erstlingswerk, welches nun in den Startölchern steht.

Track Nummer Eins  "Demons In Disguise" gibt gleich die Richtung vor und zeigt, wo nach Ansicht von FRAKS & CLOWNS der Hammer hängt. Sehr fette Riffs, die den Kopf sogleich leicht ins Wippen bringen und Herr Wahlgren am Mikrofon mit einer mehr als amtlichen Rockröhre. In den Strophen wird immer etwas an Tempo rausgenommen, um im Chorus wieder draufzudrücken. Munter weiter mit "Into The Ground". Der Song ist ähnlich strukturiert wie der Vorgänger nur kommt hier ein Gitarrensolo dazu, das Laune macht.

Die Produktion ist auf hohem Niveau und der Mix drückt ordentlich ohne zu "überproduziert" zu wirken und die Vocals kommen immer gut durch.

Was im Verlauf des Albums allerdings auch auffällt, ist der Mangel an Variation. Im Grunde gibt es zwei unterschiedliche Arten, wie die Songs aufgebaut sind. Entweder Vollgas von Anfang bis Ende, oder mit etwas reduziertem Tempo wie zum Beispiel bei Track Nummer Acht "King Of The Sun". Alle Beteiligten verstehen natürlich ihr Geschäft. Die Gitarristen spielen um ihr Leben, der Drummer prügelt sich die Seele aus dem Leib und on Top ist der Gesang, der wunderbar dazu passt. ABER: im Verlauf des Albums fehlen die Akzente, die speziellen kleinen Momente, die den Hörer bei der Stange halten und das Salz in der Suppe sind. Ganz vereinzelt kann man solche Kleinigekeiten entdecken (zum Beispiel das Opening bei "Creatues Of The Night"), aber leider zu selten.

Das führt dazu, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, welche Nummer des Albums gerade läuft, weil sich alle Tracks zu sehr ähneln, was auch den größten Kritikpunkt darstellt.

Aber hey, in dieser Konstellation wurde hier ein Erstling abgeliefert, der vor allem live sicher gut ankommen wird und auch sicherlich eine gute Grundlage für eventuelle zukünftige Alben von FREAKS & CLOWNS bildet.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (24.10.2019)

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