HAN UIL - Esoteric Euphony

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VÖ: 07.06.2019
Bandinfo: HAN UIL
Genre: Progressive Rock
Label: Freia Music
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Lineup  |  Trackliste

Neue Progressive-Rock/Metal-Alben erinnern oft an das berühmte Forrest Gump Zitat “Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie was man kriegt.” Was den meisten Prog-Alben gemein ist, ist die Reise, auf die sie einen mitnehmen. In diesem Fall möchte sich HAN UIL als Reiseführer betätigen und den Hörer in seine Welt entführen.

Bei HAN UIL handelt es sich um einen holländischen Multiinstrumentalisten, der mit “Esoteric Euphony” sein viertes Solo-Album vorgelegt hat. Neben seinem Soloprojekt war er noch bei ANTARES dabei und derzeit bei TUMBLEDOWN aktiv. Auf diesem Longplayer holte er sich Unterstützung an den Drums, am Bass und bei den backing Vocals. Alle weiteren Instrumente sowie die Arrangements steuert er selbst bei.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen/hören lassen. Die einzelnen Tracks versprühen eine gewisse Melancholie ohne aber die Leichtigkeit und Verspieltheit zu verlieren. So erinnert der Opener “Devil’s Night” an alte Schwarz/Weiß-Horrorfilme, was sich auch im Video widerspiegelt. Die theatralischen Sopran-Parts von Caroline Joy passen da wunderbar dazu.

Mal wird das Tempo gewechselt, mal packt er die verzerrte Gitarre aus (wie z.B. in “The Next Door Bully” und “Failure”). In “Failure” kommt auch die Textzeile “You must see me as a Geek.” vor. Ja, den Eindruck hinterlässt das Album durchaus. Ein Geek, ein Tüftler, der die ohne Zweifel vielen Einflüsse aus seinem musikalischen Leben in ein Album verpackt. Der Fokus liegt dabei meist auf seiner Stimme und seinem virtuosen Gitarrenspiel. Als Beispiel für Letzteres sei der Instrumental-Track “Chasing Intentions” empfohlen.

Esoteric Euphony ist sicherlich kein Meisterwerk und Songs wie z.B. “We Are United” hinterlassen keinen große Eindruck. Wenn man sich aber darauf einlässt und sich Zeit nimmt erwartet einen ein interessantes Album, das auf auf jeden Fall aus der Masse heraussticht und nichts von der Stange ist. Ob es, wie im Titel der letzten Nummer “A Great Experience” wird, muss jeder für sich selbst rausfinden. Wie es eben bei Prog-Alben so ist, “man weiß nie, was man kriegt.”

 

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (27.09.2019)

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