ECLIPSE - Paradigm

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VÖ: 11.10.2019
Bandinfo: ECLIPSE
Genre: Melodic Hardrock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Wenn es hier die Möglichkeit für emojis gäbe, würde nun das Gesicht mit den Herzerlaugen kommen. ECLIPSE sind wieder da und präsentieren uns "Paradigm", ihr neuestes Werk. Was mich an Erik Mårtensson und seinen Mannen am meisten fasziniert ist, dass sie einfach nie ein schwaches Album machen, ja nicht mal einen schwachen Song. Da sind alle elf Nummern ein Ohrenschmaus und vorzeigbar. "Paradigm" kann man rauf und runter hören, ohne dessen müde zu werden, und das sagt einiges, weil ich bin täglich mit vielen Bands und Songs konfrontiert. Nur wenige schaffen es, mich vom ersten bis zum letzten Song so in ihren Bann zu ziehen.

Bei ECLIPSE passt einfach das Gesamtkonzept: Der moderne Hardrock mit Ecken und Kanten, das abwechslungsreiche Songwriting, die lässigen Vocals und Backingvocals und das stimmige "Über-den-Tellerrand-schauen". Ich finde es ausgezeichnet, dass man hier nicht an Schema F hängenbleibt, sondern sich trotz Festhalten an den Basics entwickelt und eigentlich immer noch ein Schäuferl drauf legt. Mastermind Erik Mårtensson versteht es, jedem Song ein eigenes Leben einzuhauchen, sodass dem Zuhörer vom ersten bis zum letzten Stück etwas geboten wird, das überzeugt. Egal, ob er nun beim reinen Hardrock bleibt, Stadionrock à la BON JOVI zum Besten gibt ("Viva La Victoria") oder zu eher metal-lastigen Gitarrensoli schwenkt ("Delirious"), es gefällt.

Eigentlich finde ich bei jeder Nummer einen besonderen Aufhänger. Da hätten wir den super melodischen Rocksong "Blood Wants Blood", der einen ordentlich abshaken lässt oder die Powerballade "Shelter Me", die mit dem Piano-Start und der dahinterstehenden Emotion richtig unter die Haut geht. Persönlich gefällt mir das dezente URIAH HEEP Feeling von "United" beim Einsatz der akustischen Gitarre ausgezeichnet, das ist eine Kobination aus Altbewährtem und Neuem. Die danach folgenden starken Riffs und easy Vocal-Passagen laden sofort zum Mitsingen ein und spätestens beim Satz "all for one - one for all" hat man eine astreine Metalhymne vor sich.

Eriks Stimme kommt sehr gut bei "When The Winter Ends" zur Geltung. Wieder ein Song, der langsam startet, sodass man zuerst denkt, es kommt eine Ballade, dann jedoch setzen die Riffs und Rhythmen ein und reißen einen mit. Trotzdem kein zu schnelles Stück, sondern eine harmonische Symphonie aus ruhig und Midtempo mit dazupassenden Choruseinlagen sowie lässigen Instrumentalstrecken.

Und weiter geht die flotte Entwicklung: Nach dem Besingen der Feuerkraft von ".38 Or .44" prescht das Powerstück "Never Gonna Be Like You" los, gefolgt von "The Masquerade", einer weiteren Videoveröffentlichung, die mir sofort aufgefallen ist, sobald sie auf den Markt kam. Diese Nummer macht so mancher Power Metal Band Konkurrenz, ein geradezu epischer Song mit allem, was das Rocker-Herz braucht.

Zum Abschluss schicken uns ECLIPSE noch mit einer weiteren Rock-Hymne auf die Heimreise. "Take Me Home" ist ein einfacher und klarer Song zum Mitsingen. Die klaren Lyrics sowie straighten Riffs und der eindringlliche Stampfrhythmus reissen einen mit. Garantiert ein Klassiker für Live-Shows.

Fazit: Ein faszinierendes Hard Rock Album moderner Prägung mit ins Ohr gehenden Melodien, perfekt eingebauten Ecken und Kanten, um das Ganze wirklich interessant und ein wenig heavy zu machen, dazu tolle Vocals und garantiert kein einziger Abschmierer. Da kann ich nur sagen: Gut, dass es ECLIPSE gibt!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (11.10.2019)

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