RPWL - Live From Outer Space

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VÖ: 15.11.2019
Bandinfo: RPWL
Genre: Progressive Rock
Label: Gentle Art Of Music/Soulfood Music
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Lineup  |  Trackliste

Live-Alben sind für RPWL nichts Neues: „Live From Outer Space“ ist das mittlerweile siebente Album, das auf Tour aufgenommen wurde. Vor allem bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Bayern im Gegensatz dazu „nur“ zehn Studioalben herausgebracht haben. Aber die einst als PINK FLOYD-Coverband gestarteten Jungs um Sänger/Keyboarder Yogi Lang sind ja bekannt dafür, live auch mal von den Songs auf Platte abzuweichen und den einen oder anderen Jam zu zelebrieren – gute Voraussetzungen für Live-Alben also.
 
Das aktuelle „Live From Outer Space“ wurde im Rahmen der Tour zum letzten Album „Tales From Outer Space“ aufgenommen, genauer gesagt im niederländischen Zoetermer, zu dem RPWL nach 18 Jahren Tour anscheinend eine gute Beziehung aufgebaut haben. Damit liegt der Fokus der ersten Scheibe des Doppel-Albums natürlich am letzten Album, die Songs werden brav in originaler Reihenfolge nach dem schon bekannten Erzähler-Intro (das wie der Beginn einer schrägen Fernsehserie kling) abgespult. Die Songs bekommen live nochmal einen intimeren Charakter als auf Platte, die ohnehin schon guten Songs nehmen dadurch noch ein bisschen zusätzlichen Charakter an. Man merkt, dass die Band musikalisch blendend aufgelegt ist, immer wieder blitzen kleine, schöne Details auf, die am Album nicht so herauskommen.
 
Was ein bisschen fehlt, ist die Interaktion mit dem Publikum, bis auf ein paar „thank you“ der Band oder sporadischem Applaus kommt keine große Live-Stimmung auf. Ein bisschen besser wird das beim zweiten Albumteil, wo dann Klassiker der Bandgeschichte zwischen 2000 (das geniale „Hole In The Sky“ von „God Has Failed“ – noch immer der stärkste Song der Bandgeschichte, und klingt noch immer frisch wie beim ersten Mal - Gänsehaut ist garantiert) und 2012 (das abschließende „Unchain The Earth“ von „Beyond Man And Time“) gespielt werden. Die Wortmeldungen von Yogi Lang werden häufiger, und die Publikumsreaktionen auch begeisterter. Die Songs selbst zeigen einen guten Querschnitt über die unterschiedlichen Seiten der Band, von rockig („Sleep“) über ruhig („Masters Of War“) hin zu exotisch („Trying To Kiss The Sun“). Klar kann man über die Songauswahl streiten, „Masters Of War“ ist für ein Live-Konzert fast ein wenig zu unspannend, aber das ist Geschmackssache.

Mit „Live From Outer Space” beweisen RPWL jedenfalls, dass das neue Material von „Tales From Outer Space“ durchaus mit den Klassikern der Bandgeschichte mithalten kann, und dass sie live noch immer eine Bank sind.


Ohne Bewertung
Autor: Luka (11.11.2019)

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