DON'T DROP THE SWORD - The Wild Hunt

Artikel-Bild
VÖ: 18.10.2019
Bandinfo: DON'T DROP THE SWORD
Genre: Power Metal
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Die jungen Buben von DON'T DROP THE SWORD haben sich dem teutonischen Powermetal der 90er verschrieben und schafften es dabei auf ihrem Debüt „Path To Eternity“ den ewigen Größen von BLIND GUARDIAN so nahe zu kommen wie selten eine Band, ohne zu kopieren. Zwei Jahre sind seitdem ins Land gezogen, in denen die Band nicht untätig war und uns nun mit einer neuen EP namens „The Wild Hunt“ beglückt.

„The Wild Hunt Rides“ liefert dann auch einen starken, stimmungsvollen akustischen Auftakt und präsentiert sich wieder einmal vor allem gesanglich äußerst stark – die Trademarks der eingangs erwähnte Genregrößen sind einmal mehr perfekt getroffen, wenn auch der Sound hier um sachte Anflüge von Growling bereichert wurde, was dem Titel mit seiner gitarrenschwangeren Epik ordentlich Pfeffer in den Hintern streut. Das einnehmende Riff im Auftakt von „At The Edge Of Night“ nimmt gleich gefangen und leitet über in einen galoppierenden, powernden Song, aus dem einmal mehr die starke Stimme von Fronter Anti heraussticht, der die harmonischen, mehrstimmigen Refrains großartig zu intonieren weiß.

„Strings Of Sanity“ kehrt trotz Violineneinsatz die etwas kantigere Seite von DON'T DROP THE SWORD deutlicher heraus, was sich in sparsamen Blastbeat-Passagen und wieder einigen zunächst im Hintergrund gehaltenen Grunzern manifestiert, die im Schlussteil erstmals richtig entfesselt werden. Lediglich das Break kurz vor Ende und der nicht wirklich zum Song passende Schlusspart verwirren unterm Strich ein wenig. Mit Drums und Akustikgitarre beschert „Sword And Sorcery“ einen Gänsehautmoment gleich zum Auftakt, der sich in der Folge zu einem harmonischen, und schleppend epischen Titel aufbaut.

Mit „It Never Sleeps“ werfen DON'T DROP THE SWORD noch einmal alles in den Ring und liefern einen einnehmenden Song mit tollem Spannungsbogen ab, der trotz seiner Länge keinen Durchhänger aufweist und beweisen damit mit Lockerheit, dass sie mit ihrem außerordentlichen Händchen für erzählerische Strukturen wirklich würdige Nachfolger von BLIND GUARDIAN wären. Wenn nach einer herrlich stimmungsvollen Bridge der Titel noch einmal Fahrt zum Höhepunkt aufnimmt und im Schlusspart dann auch noch elegische, fast schwarzmetallische Gitarrenläufe ein Ausrufezeichen setzen, dann beginnt man sich wirklich zu fragen, wohin denn die Reise mit DON'T DROP THE SWORD noch gehen wird.

Erneut schaffen es die jungen Bayern, den Hörer mit ihrer EP „The Wild Hunt“ in allen Belangen abzuholen. Gerade die charmante DIY-Produktion unterstreicht den Status von  DON'T DROP THE SWORD als powermetallischer Rohdiamant, der noch auf seinen hoffentlich baldig erfolgenden Schliff wartet, um so richtig zu erstrahlen...

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (19.11.2019)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: NIGHTWISH - Decades: Live In Buenos Aires
ANZEIGE