ASMODEUS - Adamant

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VÖ: 01.12.2018
Bandinfo: ASMODEUS
Genre: Black Metal
Label: Talheim Records
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Lineup  |  Trackliste

Ei der Daus, was ist das? Ein neues Album von ASMODEUS? Nach zwölf Jahren? Und dann taucht das schicke Stückchen, das es auf teuflische 666 Stück limitiert in einer ultraschicken Holzbox zu erwerben gibt, auch noch ein ganzes Jahr lang unter unserem Radar durch? Asche auf unser Haupt, natürlich dürfen wir „Adamant“ nicht unbesprochen lassen!

Wirklich weg waren ASMODEUS eigentlich nie und auch das Lineup der Radaubolzen ist seit einer Umbesetzung an den Drums 2010 bemerkenswert stabil. Live zu wüten konnte der Grazer Vierer nie wirklich sein lassen, dennoch hat es eine ganze Dekade gedauert, ehe das vorliegende Album eingetrümmert werden konnte. Und, soviel kann man schon einmal vorgreifen, es hat sich gelohnt!

Wie man das von ASMODEUS gewohnt ist, bekommt man wieder feinstes Uptempo-Gerumpel serviert, wie „Disorder In Balance“, das den Hörer mit turmhohen Gitarrenwänden ordentlich abwatscht und dann mit garstigem Gekeife noch einmal mit Wonne drauftritt. Nebst dominanten Zerstörungsorgien wie “Pandemonium Revealed“ oder „Essence Of Purity“, hauen ASMODEUS auch den einen oder anderen wirklich lässigen Groove raus, wie zum Beispiel im abwechslungsreichen „A Forsaken Enchantment“, das in der Bridge das Tempo herausnimmt und dann stampfend zum Kopfnicken einlädt. Das Geräusch einer Fliege in der Endsequenz hat das Potenzial den Hörer in den Wahnsinn zu treiben – wie oft habe ich während des ausgiebigen Hörens dieser akustischen Abrissbirne mit der letztendlich nutzlosen Fliegenklatsche dieses verdammte Vieh gesucht!

Das Gaspedal durchgedrückt schießen Bretter wie „Conspiracy Unleashed“ aus den Boxen, doch wer glaubt es gäbe ausschließlich hasserfülltes Tempogebolze auf die Zwölf, der tut den oftmals an DARK FUNERAL gemahnenden Grazern unrecht – ausladende, stark variierende Titel wie das sechseinhalb Minuten füllende, anfangs gar ein wenig doomende „An Ode In Bitterness“, das sich wie ein schwerer tonaler Mantel um die Schultern legt, beweisen den Variantenreichtum von ASMODEUS.

Unterm Strich ist „Adamant“ eine machtvolle Rückkehr der heimischen Schwarzmetall-Urgesteine, die man nur jedem Fan gepflegten Krawalls ans Herz legen kann. ASMODEUS schroten sich bereits seit etwa 25 Jahren mit Wonne durch den heimischen Untergrund und zeigen mit dem aktuellen Output keinerlei Müdigkeits- oder gar Abnützungserscheinungen.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (21.11.2019)

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