QUIET RIOT - Hollywood Cowboys

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VÖ: 08.11.2019
Bandinfo: QUIET RIOT
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Viele durchschnittliche Alben, noch mehr Besetzungswechsel und mit „Cum On Feel The Noise“ ein (Cover-)Song, der Fluch und Segen zugleich ist – das ist QUIET RIOT. Und mit Drummer Frankie Banali ein dauerhaft fixes Bandmitglied (seit dem 83'-Album „Metal Health“ dabei). Eher durchschnittlich mutet auch der neueste Output an, was in erster Linie an der ziemlich dünnen Produktion liegt, die vielleicht betont erdig beziehungsweise live-mäßig gehalten werden sollte, aber der es an der nötigen Power fehlt.

Und auch der recht quäkige Sänger James Durbin, der bereits auf dem Vorgängeralbum „Road Rage“ zu hören ist, reißt das Album nicht auf ein höheres Level. Einen Namen hatte sich Durbin als Teilnehmer der besseren Karaoke-Show-Sendung „American Idol“ einen Namen gemacht. Und ja, keine Frage, der Mann kann durchaus gut singen, also rein technisch. Das kommt zum Beispiel beim überaus überzeugenden Blues-Rocker „Roll On“ zum Tragen. Jedoch reicht entweder seine Kraft bei den härteren Songs nicht aus oder seine Stimmfarbe will nicht zu den Gesangsmelodien passen (man höre dazu „Wild Horses“).

Dabei ist das, was man da instrumental hört, des Öfteren gar nicht so blöd, sondern geht gut rein. Man höre sich dazu etwa „Insanity“ an, bei dem vor allem zu Beginn Gitarrist Alex Grossi andeutet, was für einen fetten Hammer er eigentlich hängen hat. Oder „Last Outcast“, in dem ein tolles Solo kredenzt wird. Ein paar Songs wie das runtergeschruppte „In The Blood“ oder der typische US-Hard-Rocker „Hellbender“ haben sogar mehr als nur ein, zwei gute Momente und können von ihrer Struktur und Melodien durchaus was. Sie überzeugen aber nicht final, weil einfach der letzte Punch fehlt. Sei es durch die Produktion oder sei es durch das zu dünne Organ des Sängers. Schwer zu sagen.

Wie bereits angedeutet, instrumental ist das alles okay. Aber reichlich unspektakulär, will sagen: Hits gibt’s nicht, sexy-catchy Ohrwürmer waren nach mehrmaligem Hören nicht wirklich auszumachen. Und immer wieder gibt es Songs, bei dem der Sänger einfach überhaupt nicht überzeugen kann. Ganz dünn klingt das etwa bei „Arrows And Angels“.

Interessant wäre es zu hören, wie die Songs mit einem anderen Sänger klingen. Zumindest live wird es demnächst dazu kommen, denn mit Blick auf die Bandhistorie schon logisch: James Durbin ist weg und wurde kurz vor der Veröffentlichung von „Hollywood Cowboys“ durch LOVE/HATE-Sänger Jizzy Pearl (der bereits vor einigen Jahren Mitglied der Band war) ersetzt. Also eigentlich alles wie schon seit vielen Jahren im Hause QUIET RIOT.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Tobias (23.11.2019)

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