POWER THEORY - Force Of Will

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VÖ: 08.12.2019
Bandinfo: POWER THEORY
Genre: US Power Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

POWER THEORY anno 2019 haben einmal mehr das Bandkarussell drehen lassen, sind (schon wieder) mit neuem Sänger am Start und haben auch an Gitarre und Drums neue Leute ins Boot geholt. Irgendwie ist man das von den amerikanischen Traditions-Powermetallern ja schon gewohnt, insofern ist man nicht überrascht, dass „Force Of Will“ mit neuem Besetzungsstab in die Regale gewuchtet wird. Was dabei aber durchaus fasziniert, ist die Tatsache, wie es die Amis schaffen, trotz der fortwährenden Personalrochaden jedes Mal wieder ein qualitativ hochwertiges Album zusammenzuklöppeln, dem man die kurze Halbwertszeit der Bandmitglieder absolut nicht anmerkt!

Geboten wird auf „Force Of Will“ einmal mehr unkitschiger, gitarrenschwangerer (US) Power Metal aus dem Erzeugerland, der gelegentlich auch mit komplexeren NwobHM-Gitarrenwänden aufwartet. Gleich der Titeltrack „Force Of Will“, als erster Song nach dem guten, aber einigermaßen generischen Intro, bringt ordentlichen (Gitarren-)Schub mit, der sich bei „Draugr“ nahtlos fortsetzt. Das melodische und eingängige „Mountain Of Death“ mag zu gefallen, ehe mit dem getragenen, fast balladesken „Albion“ das erste Highlight einher schippert. Gesanglich auf hohem Niveau punktet der Song mit breiter NwoBHM-Dynamik, die in sieben Minuten enorm stimmungsvolle Atmosphäre verbreitet und von vergleichsweise langen Intro- und Outrosequenzen mit Akustikgitarre passend eingerahmt wird.

Ein flotter Uptempo-Brecher kommt mit „Spitting Fire“ um die Ecke, der von Gastsänger Piet Sielck (IRON SAVIOR) noch zusätzlich zum Glanzlicht aufgewertet wird. „Bringer Of Rain“ spielt im Auftakt ein wenig mit orientalischen Anleihen und serviert dann ordentlich knackiges Riffing. Der abschließende flotte Dreier „Path Of Glory“ mit erneuter NwobHM-Schlagseite in den Gesangslinien, das stampfende „Shadow Of  Man“ und das ausladende, galoppierende „The Hill I Die On“ mit einprägsamen Refrains zeigt dann noch einmal den vollen Umfang von POWER THEORY.

So sehr man es auch dreht und wendet, kann man auf dem vierten Album der Amis kaum Kritikpunkte finden. Wohl erfinden POWER THEORY auch mit „Force Of Will“ das Rad nicht neu, aber servieren den Traditionalisten unter den Metalheads starkes Futter ohne echten Ausfall und mit organischer aber dennoch zeitgemäßer Produktion. Wer gerne Gitarren pur, ohne extra, aber dennoch mit einem gerüttelten Maß an Melodie hat, dem kann man POWER THEORY einmal mehr uneingeschränkt empfehlen.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (04.12.2019)

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