POMBAJIRA - Pombajira

Artikel-Bild
VÖ: 29.11.2019
Bandinfo: POMBAJIRA
Genre: Doom Metal
Label: Hellprod Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Aus dem brasilianischen Dschungel hört man die bärtigen Männer grölen und ziehen mit düsteren Geschichten die Leute in ihren Bann. POMBAJIRA heißt das schwarze Juwel, das mit ihrem gleichnamigen Debut die Welt erschüttert. Inspiriert von teuflischen Gestalten aus der Hölle bereitet das Trio ein furchterregendes Hörspektakel für Doom Aficionados.

Mit POMBAJIRAS zirka drei-minütigem Einsteiger lässt sie die Gitarren aufheulen, bevor sie richtig zur Sache kommt (welche Dame meinst du da? - der Genderbeauftragte). HellSon Röcha (Gitarre, Gesang) lockt aus seiner Stimme dreckige Töne heraus und sorgt mit viel Hall für Kellerstimmung im Aufnahmestudio. Die Gitarristen hämmern in die Saiten mit Bedacht, um nicht im Mittelpunkt zu stehen, trotzdem gelingt es ihnen sich in den Solos Gehör zu verschaffen. Aus ihren Verstärkern dröhnen jammernde Töne, die die Stimmung an die Spitze treibt. Blizzard (Gitarre, Bass) hat seinen glänzenden Moment in „Vital Lucifer“ und poltert volle Kraft voraus. Der Frontmann antwortet darauf, indem er rotzige Texte ins Mikro hineinrotzt. T. Splatter (Schlagzeug), der unter anderem auch bei POWER FROM HELL mit von der Partie ist, schaltet ein Gang weiter herunter als gewohnt und klopft aus seinen hohlen Trommeln die Beats heraus.

Die Brasilianer zeigen den Metalheads, was es bedeutet die Musik in den Dreck zu ziehen. Damit man weiß, wo der ganze Schmutz herkommt, verbinden sie ihren Sound mit den Kreaturen aus der Unterwelt. Das Einzige, das man POMBAJIRA vorwerfen kann, ist die unbefriedigende Monotonie, die sich in Liedern wie „The Lost Exit Of Darkness“ auftaucht, aber unterm Strich ist das für die Doom Aficionados verkraftbar (mag mir bitte jemand erklären, worum es ungefähr in diesem Review geht? - der Verwirrte).
 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (02.12.2019)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE