SONS OF APOLLO - MMXX

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VÖ: 17.01.2020
Bandinfo: SONS OF APOLLO
Genre: Progressive Metal
Label: Inside Out Music
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Lineup  |  Trackliste

Eins muss man den SONS OF APOLLO lassen: faul sind die Jungs nicht. Die Supergroup um Jeff Scott Soto, „Bumblefoot“ Thal, Mike Portnoy, Derek Sherinian und Billy Sheehan haut in kurzem Rhythmus immer wieder feine Tonträger auf den Markt, nach dem starken Debüt 2017 („Psychotic Symphony“) dann letztes Jahr das erste Live-Album („Live With The Plovdiv Psychotic Symphony“) – und Anfang 2020 ist schon der Nachfolger von „Psychotic Symphony“ am Start.

Und man merkt auch schon vom Start weg, dass die SONS OF APOLLO noch besser aufeinander eingespielt sind – die starken Liveaktivitäten haben hier wohl einiges dazu beigetragen. Der Opener „Goodbye Divinity“ lässt sich mit dem Aufbau lange Zeit, bevor nach knappen zwei Minuten ein ganz feiner Rock-Groove daherkommt. Wie beim Vorgänger-Album ist der Opener einer der stärksten Songs und punktet mit schön eingängigen Refrains neben den Progrock-Orgien, die Soli von Sherinian und Bumblefoot machen auch Lust auf mehr.

Bei „Wither To Black“ fällt dafür die Spannung etwas ab, die Riffs klingen sehr oldschoolig (AEROSMITH lassen grüßen), aber Highlight wird der Track keiner. Das ist bei „Asphyxiation“ wieder anders, hier ist viel mehr Metal im Spiel, der von Mike Portnoy vorangetriebene Groove klingt fast nach Nu-Metal, bevor wieder ein feiner Refrain kommt (bei dem Soto anscheinend nach möglichst vielen Reimen auf „Asphyxiation“ gesucht – und auch viele gefunden hat!). Am Ende wird dann das Tempo ein bisschen verschleppt – ein guter Übergang zu „Desolate July“, der Quoten-Ballade am Album. Auch hier sind die Lyrics zum Teil sehr klischeehaft, der Song selber ist aber gut gelungen, schön schwermütig.

„King Of Delusion“ ist ein weiteres Highlight – Sherinian gibt sich die volle Klavier-Kante und Soto gibt seine einzigartigen „yeahs“ zum Besten – cooler Rocksong! Auch „Fall To Ascend“ ist gut gelungen, mit einem lässigen Pre-Chorus, knackigen Prog-Metal-Riffs und dem gewissen Etwas an Orgelsound, der den Jungs gut zu Gesicht steht. „Resurrection Day“ fällt dann mit seinem schnellen, melodischen Riffing etwas aus dem Rahmen, ist aber mit gewissen SYMPHONY X-Anklängen auch ein starker Song (und hier bekommt endlich auch Billy Sheehan mal einen Solo-Spot). Am Ende schließt dann das epische „New World Today“ mit knappen 15 Minuten Länge das Album ab, hier tobt sich der Fünfer nochmal so richtig aus – da gibt es lässige Rock-Riffs, Highspeed-Prog und Keyboards straight from the 80s.

Also wieder mal eine feine Sache von einer der spannendsten Supergroups derzeit. Zwar braucht „MMXX“ im Vergleich zum Vorgänger etwas länger, um sein Potential zu zeigen, aber nach einigen Durchläufen steigen die Songs auf das Niveau, das man von den SONS OF APOLLO gewohnt ist.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (16.01.2020)

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