REVOLUTION SAINTS - Rise

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VÖ: 24.01.2020
Bandinfo: REVOLUTION SAINTS
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Vor ein paar Jahren waren sie DIE Neuentdeckung – das Trio um Doug Aldrich, Jack Blades und dem singenden Schlagzeuger Deen Castronovo, das sich REVOLUTION SAINTS benamst hat.
Inzwischen sind wir bereits bei Album Nummer drei dieser Altspund-Gang und sie machen erwartungsgemäß dort weiter, wo sie aufgehört haben. Das heißt, auch das neue Album „Rise“ beinhaltet genau das, was die Fans von knackigem Hardrock erwarten, nämlich geile Rock-Riffs, frische Melodien, die eingängig sind, konstante, flotte Beats, die einen Mitwippen/klatschen lassen und natürlich lässige Vocals von einem genauso lässigen Sänger.

Vom ersten Takt von „When The Heartache Has Gone“ an wird gerockt. Dougs klasses, fetziges Gitarrenspiel harmoniert super mit Deens Gesang, und die Jungs verstehen sich wie immer auf harmonische und schön gesungene Backing-Vocals.
Ähnlich beschwingter, knackiger Rock wird beim Titletrack „Rise“ geliefert, und bei den Songs „Higher“ (erinnert ein wenig an LENNY KRAVITZ), „Million Miles“ oder „Win Or Lose“.

REVOLUTION SAINTS haben, wie es sich für eine Hardrock Band gehört, die sich an den 80ern und 90ern orientiert, auch softere und sehr einfühlsame Songs im Programm, ohne gleich damit in der Kuschelecke zu landen. „Price We Pay“ gehört zu diesen Nummern, die runter gehen wie guter Wein. So richtig gekuschelt wird aber ganz zum Schluss doch noch. „Eyes Of A Child“ ist eine Piano Ballade, die von einem ELTON JOHN stammen könnte. Wirklich nett gemacht.

Nicht unerwähnt möchte ich das vierte Bandmitglied lassen, das recht aktiv bei fast allen Songs zu hören ist. Aus dem Trio ist ein Quartett geworden. Alessandro Del Vecchio unterstützt die Jungs mit Keyboard und Piano sowie gelegentlichen Gesangseinlagen. Seine lässige Melodic Rock Handschrift hört man immer raus. Besonders bei „Coming Home“ gefällt sein Spiel sehr gut oder auch bei der fast balladesken Hymne „Closer“.

Bei der runden Midtempo Nummer „Talk To Me“ hat sich Deen Unterstützung beim Gesang geholt. Das Lied ist ein Duett mit Lunakaire und gefällt mit ihrer Art normal zu singen, ohne in zu hohe oder zu kreischende Lagen abzudriften. Auch ein Midtempo Song, aber ohne Damenbegleitung dann noch „It’s Not The End“.

Mit „Rise“ haben REVOLUTION SAINTS wieder ein sehr gutes, ja fast klassisches Hard Rock Album abgeliefert, das ein Gustostückerl für Fans der alten Hard Rock Schule ist. Weltbewegende Neuheiten darf man nicht erwarten, sehr viel Abwechslung auch nicht, Heavy Metal Speed schon gar nicht. Das hat aber auch seine Vorteile, weil sich REVOLUTION SAINTS sozusagen als Qualitätsmarke etablieren, die immer liefert, was man erwartet, nämlich einfach gut gemachten Hardrock ohne Pi-Pa-Po. Mit Garantie wird man nicht enttäuscht.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (27.01.2020)

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