RAPHAEL WEINROTH-BROWNE - Worlds Within

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VÖ: 24.01.2020
Bandinfo: RAPHAEL WEINROTH-BROWNE
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Spätestens seit APOCALYPTICA weiß auch der nicht klassikaffine Metal-Fan, was ein Cello ist und was man damit alles anstellen kann. RAPHAEL WEINROTH-BROWNE beherrscht eben dieses Instrument meisterhaft und legt mit "Worlds Within" sein erstes Solo Album vor. WEINROTH-BROWNE ist ein Cellist aus Kanada der im Verlauf seiner Karriere schon mit diversen Projekten auf den Bühnen dieser Welt zu finden war. Mit THE VISIT, MUSK OX und nicht zuletzt mit der norwegischen Prog-Rock/Metal-Band LEPROUS, die er auf Tour und unter anderem auf dem Album "Malina" begleiten durfte, hat er schon einige musiklische Stationen hinter sich.

Mit dem hier vorgelegten Album werden die Möglichkeiten aufgezeigt, die ein Cello bietet. Jeder Ton, jeder Sound, jeder Beat wurde von WEINROTH-BROWNE auf seinem Cello unter Einsatz von diversen Amps und Effektgeräten kreiert und es ist wirklich erstaunlich, was er aus dem Instrument rausholt. Es handelt sich um eine 40-minütige Komposition, die in zehn einzelne Tracks unterteilt ist. Die ersten drei Nummern bieten sphärische Klangwelten, inspiriert von Sounds aus der Natur, die einen umhüllen. Die verschiedenen Facetten und unterschiedlichen Ebenen, die hier zu einem Ganzen verschmelzen, lassen einen nicht mehr los und sind der ideale Soundtrack für lange Winterabende. Mit Track Nummer vier "From Above" wird Fahrt aufgenommen, um während "Tumult I" bis "Tumult IV" den dramaturgischen Höhepunkt zu erreichen. Diese Tracks fahren in die Knochen, der ganze Körper beginnt im Takt mitzuschwingen und lässt einen vergessen, dass hier ein Solist zu Werke geht. 

Mit "Fade (Afterglow)" und "Unending II" wird man gleich in die Realität zurückgeschickt wie man zu Beginn abgeholt wurde. Langsam und atmosphärisch gleitet man aus den "Worlds Within" wieder ins echte Leben zurück.

Ein solches Album ist sicherlich nicht jedermanns Sache aber hier ist unumstritten ein Meister seines Faches am Werk, der es schafft, seine Zuhörer zu fesseln und das Instrument Cello einem breiteren Publikum näher zu bringen. Zumindest jeder APOCALYPTICA-Fan sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (20.01.2020)

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