DUBIOZA KOLEKTIV - #fakenews

Artikel-Bild
VÖ: 28.01.2020
Bandinfo: DUBIOZA KOLEKTIV
Genre: Weltmusik
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Es ist auf jeden Fall etwas Einzigartiges, was uns das DUBIOZA KOLEKTIV auf „#fakenews“ präsentiert: einen derartigen Mix aus Balkanfolk, Ska, Reggae, Hiphop und Electronic gibt es auf der Welt wahrscheinlich nicht allzu oft. Dabei macht das achtköpfige „Kollektiv“ aus Bosnien das schon lange: knappe 17 Jahre und acht Alben haben sie schon auf dem Buckel.

Und das merkt man bei „#fakenews“ durchaus: die Professionalität und Erfahrung der Musiker ist schon ziemlich weit, der Sound ist amtlich, und auch ein paar bekannte Gäste (wie der „King of the Bongo“ MANU CHAO beim Opener) haben sich auf dem Album eingefunden. Das merkt man auch am perfekt gestylten Corporate Image – das Album ist (wie die Bühnenoutfits der Musiker) komplett in gelb-schwarz gehalten.

Der Großteil von „#fakenews“ würde sich am besten als Electro-gepushter Ska-Rock mit einem gehörigen Schlag Balkan-Turbofolk (für den hauptsächlich die Bläser zuständig sind) beschreiben, das passt etwa bei „Cross The Line“, „Space Song“ oder „Wild Wild East“ schon ganz gut. Nebenbei gibt es orientalische Einschläge (bei der auf Spanisch gesungenen Kifferhymne „Hoy Marijuana“), sozialkritischen Rock („Take My Job Away“) und Hiphop („Don’t Stop“). Dass die Bosnier neben aller Zivilisationskritik auch eine lustige Ader haben, merkt man am feinen „French Song“.

Die Texte sind hauptsächlich auf Englisch gesungen (mit einem starken Balkan-Akzent, was das Ganze noch ein bisschen sympathischer macht), aber es gibt auch französische („Minimal“, „French Song“) und spanische Texte („Hoy Marijuana“). Ein bisschen schade ist nur, dass die Muttersprache vom DUBIOZA KOLEKTIV kein einziges Mal auftaucht.

Ein Album also, das durchaus Spaß macht – allerdings zünden nicht alle Songs sofort, und man merkt auch, dass das DUBIOZA KOLEKTIV live dann doch noch ein Eck mehr zündet (wie man in diversen Youtube-Videos bestätigt bekommt). Aber für die eine oder andere sorgenfreie Stunde (vielleicht mit einer lustigen Zigarette in der Hand) ist „#fakenews“ ganz gut geeignet.
 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (25.01.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Pulse
ANZEIGE